Sowohl Hart als auch Mould veröffentlichten in der Folge Soloalben und gründeten neue Formationen (Novamob/ Sugar). Doch das Timing war einfach schlecht, die Millionenverkäufe gingen nun an Nirvana und Co.
Im neuen Jahrtausend wurde es ruhig um Hart, bis er letztes Jahr sein viertes Soloalbum Hot Wax veröffentlichte. Ouvrevue versammelt nun rare Aufnahmen aus den Jahren 1988 bis 1995 sowie einige neuere Stücke. Außer Masters of war (Dylan) und I just wan´t to make love to you (Willie Dixon)stammen alle Stücke aus de Feder des Meisters selbst. Leider fehlen detaillierte Angaben zu den einzelnen Titeln! Das Album wirkt wie der Brief eines alten Freundes, von dem man lange nichts gehört hat. Man freut sich, aber die Geschichten kommen einem schon irgendwie bekannt vor, das alte Feuer mag nicht recht auflodern. Ob sich die Anschaffung für Die-Hard-Fans lohnt kann ich nicht beurteilen, da ich nicht weiß wie rar die Stücke im einzelnen wirklich sind; auf den regulären Alben sind sie nicht zu finden. Für jüngere Freunde alternativer Gitarrenklänge sind erst einmal Hausaufgaben zu erledigen: Einen Überblick über das Werk von Hüsker Dü verschaffen! Was die Platten nach dem Ende der Band anbelangt, ist für meinen Geschmack vor allem das Werk von Moulds´ Band Sugar unverzichtbar. Alles weitere ist Fleißarbeit!

