Besteht bei solchen Patchwork-Combos die Gefahr, dass sich das Ergebnis der Aufnahmesessions zusammengestückelt und fahrig anhört, habe ich hier den Eindruck, dass die Drei schon ewig zusammen um die Häuser ziehen. Die Liebe zu Folk, Blues, Dramatik und großen Popsongs eint mögliche Egos. Sie lässt einen organischen, warmen, wohligen Sound auf einer meist unverstärkten Basis entstehen. Hört euch das Instrumental 30 Bones an und ihr wisst, warum ganz wenig oft ganz viel sein kann. Die Produktion ist zurückhaltend, nur Mittel zum Zweck, und diese Spontaneität macht die Songs so lebendig. Nicht lange nachdenken – machen. Geht natürlich nur, wenn man weiß, wie rum die Gitarre zu halten ist. `Cos you’ll never know the reason / why the seas rise and fall / you’ll never know the reason / or if there’s a reason at all. Mitte Dezember ist die Band bei zwei Konzerten in Deutschland zu erleben. Bestimmt nicht die schlechteste Alternative zur Firmenweihnachtsfeier.

