Wer Erik and Me sind, das ist wohl die Frage, die sich die fünf Musiker auf ihrem zweiten Album Versteck selbst zu beantworten versuchen. Immerhin bleiben im Bandnamen ganze achtzig Prozent der Band verborgen. In ihren elf Songs der Platte sind Erik and Me eine Sammlung von Momentaufnahmen. Ob alleine vor dem heimischen Rechner, mit ihren Fingern an den Tasten und zwei leeren Gläsern (Unsichtbar) oder wieder alleine in der herbstlichen Stadt (Herbst).
Die Kombo versucht mit einem lauten Auftakt auf sich aufmerksam zu machen, versinkt jedoch während rund vierzig Minuten Spielzeit immer tiefer in Melancholie und Selbstmitleid. Folglich drückt die CD ungemein aufs Gemüt. Musikalisch klar ausgereift und trotzdem mit einem Hauch zu viel Synthies, mit einem Schlagzeug, das sich oft zu wiederholen scheint und mit musikalischen Interludes, die einem nichts Neues erzählen, wird die Platte insgesamt jedoch geprägt vom Gesang des ominösen Erik.