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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:57

Fujiya & Miyagi: Ventriloquizzing

13.01.2011

Knackig transparent

Die Band aus Brighton mit dem japanischen Namen und der Vorliebe für Krautrock liefert ein sehr gelungenes viertes Album ab. Von TOM ASAM

 

Bisher sind einem Fujiya & Miyagi vor allem in ihrer liebevollen Huldigung von Krautrock-Ikonen, allen voran NEU!, in Erinnerung geblieben. Und auch auf Ventriloquizzing begegnen uns gleich beim gleichnamigen Titeltrack die reduzierten Drumbeats, die an den NEU!-Drummer Dinger erinnern. Doch fusioniert die Band von der Insel diese Zitate geschickt mit Analog-Synthesizer-Sounds und einer ausgewogenen Mischung aus White-Ass-Funkyness und Premium-Lounge-Sound. Darüber thront ein etwas monotoner Sprechgesang. Sixteen shades of black and blue bringt einen nicht nur auf Grund seines Textes zum Schmunzeln (I beat you black, I beat you blue, eight shades of black, eight shades of blue, sixteen shades of black and blue  ), sondern hat auch absolute Ohrwurmqualitäten.

 

Nicht nur bei Yoyo erinnern einige Elemente etwas an die düstereren Momente bei Air. Soundtechnisch hat man mit dem Produzenten Thom Monahan, der schon mit Devendra Banhart oder Au Revoir Simone arbeitete, die richtige Wahl getroffen. Die stilsicheren, zitatreichen Stücke erreichen das Ohr des Hörers in knackiger, transparenter Soundfülle. Bleibt noch ein Wörtchen zu den seltsamen Wortspielen zu erwähnen: Der Bandname ist eine Mischung aus Plattenhersteller und Karaoke-Kid-Zitat, der Albumtitel eine Wortschöpfung aus ventriloquizing (Bauchreden) und quizzing (ausfragen). Passenderweise erscheint das Album auf einem Label mit den schönen Namen Full Time Hobby.


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