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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:57

coconami: ensoku

13.01.2011

Reisen in fremden Ländern

Coconami, das sind zwei Japaner, Nami und Miyaji, die vor einiger Zeit nach München kamen und dort dankenswerterweise hängen geblieben sind. Von MIRJAM STUTZMANN

 

Wer weiß, wie viele waschechte Münchner sonst Bally Prells München-Klassiker Isarmärchen vergessen hätten, wenn es die beiden Japaner nicht ausgegraben, neu intoniert und ihm mit ihrer ganz besonderen feenzarten und ukulelenbeseelten Musik ein neues Gesicht gegeben hätten.

 

Inzwischen gibt es eine zweite coconami-CD mit dem Namen ensoku, was soviel heißt wie »reisen«.  Und es ist eine abwechslungsreiche Reise, vorbei an japanischen, von Nami und Miyaji selbst komponierten Stücken, an bayerischer Tanzlmusi, wie der Sternpolka und an Coversongs, die man so garantiert noch nie gehört hat: Guns N’Roses’ Sweet child o’mine, der Italo-Boogie Tintarella di luna oder auch Tillman Rossmy’s Loswerden, ein traurig-ehrliches Lied über das Ende einer Liebe, das erschienen ist auf Rossmy’s CD mit Namen Reisen im eigenen Land aus dem Jahr 2002.

 

Das coconamische Zusammenspiel aus Melodica, Glockenspiel, Karimba, natürlich der Ukulele und Namis Gesang verleiht allen Liedern, so unterschiedlich sie auch sind, die große Klammer und den ganz typischen Klang: Zart, filigran und trotzdem nicht zerbrechlich. Liebenswürdig, außergewöhnlich und unaufgeregt. Eigen und anders.  

 

Mei, man muss es halt gehört haben! Und dann gibt es auch noch bisserl Lebensweisheit von Ferdl Schuster mit auf den Weg gegeben. Ferdl Schusters Name muss im Zusammenhang mit coconami schon erwähnt werden denn schließlich haben sich Nami und Miyaji in seinem Münchner Lokal NoMiYa

kennengelernt und Ferdl Schuster ist auch immer wieder mal mit auf der Bühne. So lernt der geneigte Hörer im Lied Die Kaiserbirne, was man als Maderl tun muss um nicht zu enden wie die stolze Kaiserbirn, die als »zache Gletzn« endet ...


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