Never meant to be a singer
Obwohl zuhause abgefeiert, in Dänemark längst so etwas wie ein Star und nicht nur die britische Fachpresse voll auf seiner Seite wissend, scheint er immer noch verwundert den Kopf zu schütteln. They stare at my posture, and say I speak so well/ I sing about my loneliness, and in return they thank me / I'd never meant to be a singer, but I'm slowly getting used to the idea...
Was man auf let the dog drive home merkt. Das neue Album ist leichter zugänglich als die letzten beiden, besitzt aber dennoch diese ganz eigene Ausdruckskraft, die schwer zu beschrieben ist. tEitUR schafft es immer wieder, ein Gefühl der positiven Melancholie zu erzeugen und beim Hörer den Eindruck zu hinterlassen, die Musik nur für ihn geschrieben zu haben. Insgesamt scheint der Singer hier sich, seiner Sache und seiner Stimme sicherer denn je und vereint all seine Stärken in den neuen zwölf Stücken. Inklusive einer ersten Singleauskopplung You never leave LA, die für meinen Geschmack absoluten Hitcharakter hat. Let the dog drive home ist das erste Album, das tEitUR in Dänemark aufgenommen hat, mit etlichen Gastmusikern – inklusive Streichern und Chor. Doch keine Angst: das Ergebnis ist alles andere als überproduziert und absolut empfehlenswert. tEitUR´s Tipp; to be a fly on the wall is the best you can do / you just mind your own business / you just let it come to you (The fly).
Mein Tipp: falls Sie tEitURr noch nicht kennen und sich für Songwriter-Pop mit Hirn und Herz interessieren, kaufen sie sich stay under the stars sofort und Let the dog drive home am Erscheinungstag (28.01.). Damit sie noch Zeit haben, sich voller Begeisterung rechtzeitig ein Ticket für die anstehende Tour zu kaufen. Die Konzerte seiner letzten beiden Touren gehören mit zu den schönsten Live-Erlebnissen, die ich in den letzten Jahren hatte. Dieser Mann schafft es, ihnen Tränen in die Augen zu treiben und gleichzeitig ein seeliges Grinsen ins Gesicht zu zaubern! Und das wird diesmal wahrscheinlich das letzte Mal in kuscheligen Clubs der Fall sein. Und falls sie danach zu durcheinander zum heimfahren sind: Let the dog drive home! Noch eins: ja, auch das Cover des aktuellen Albums hinkt im künstlerischen Ausdruck meilenweit hinter dem Inhalt her; ignorieren und freuen, dass es nicht umgekehrt ist.

