Thomas Kistner: Fifa-Mafia Frankie Chavez: Family Tree von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Kennzeichen T - 28.04.2012
Freitag, 25. Mai 2012 | 11:58

Ping Ping: On the run

20.01.2011

Electropop made in Austria

Ein Tiroler auf großer Fahrt. TOM ASAM ist dabei.

 

Hubert Mauracher hat sich im Alter von 17 Jahren dagegen gewehrt, ein Instrument zu erlernen, dass in seiner Tiroler Heimat als »was gscheites« durchgehen würde, also Zither oder Akkordeon. Er entschied sich für ein Drumset. Doch wie es oft so ist, wenn es ans Songschreiben im Bandkontext geht: Auf den Drummer oder den Basser hört keiner so recht. Für Mauracher war relativ schnell klar, dass er selber was auf die Beine stellen wollte – und zwar möglichst professionell. Der Kauf eines Sequenzers und die Orientierung an der Wiener Elektroszene spielten eine wichtige Rolle für ihn. 

 

So klang sein erstes Soloalbum noch eher nach Kruder und Dorfmeister. Mittlerweile, nach drei Soloalben und dem neuen Projekt Ping Ping verfügt er schon viel eher über eine eigene Handschrift. Mauracher sieht sich nicht als typischer Alleintäter und Elektronerd, sondern greift vor allem live gerne auf das Bandkonzept zurück. Auf on the Run steht die Sängerin Loretta Who mit überzeugende Stimme im Vordergrund. Herausgekommen ist ein leichtfüßiges Elektropop-Album, das detailreich produziert ist und richtig Spaß in die Bude bringt. Die Debutsingle Fly Butter Fly wurde schnell zum Hit auf dem Vorzeige-Sender FM 4. Würde auf dem Album statt Österreich Schweden stehen, wäre vielleicht schon halb Europa etwas ping ping! Kann ja noch kommen.


Flattr this

 



 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...