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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:59

The BellRays: Black Lightning

20.01.2011

Blues is the teacher, Punk is the preacher!

Hell yeah! Und weil man die besten Vergleiche immer selber zieht, muss ich die Credits für die Überschrift an BellRayBob selber abtreten. Und alsbald beim Hören wird dich der schwarze Blitz treffen und dir eine Erhellung in Sachen Rock’n’Soul bereiten auf dass es eine himmlische Freude werde. Von DAVID EISERT

 

Seit gut zehn Jahren feilt das Quartett aus Riverside, Ca. an einer hochexplosiven Mixtur aus Detroit/Garage Rock, Punk, Blues, Soul und Motown. Wie so viele Male zuvor haben sie den Großen und Alten gründlich zuhört, die gesamte Magie absorbiert und in lebensfreudige Energie umwandelt. Wahrlich ja, so ist es geschehen.

 

Fein, dass die BellRays nicht versuchen die verschiedenen Stile krampfhaft in Eines zu mischen, sondern klar trennen. Wenn Zeit ist zu Rocken wird gerockt und wenn die Zeichen auf Groove stehen, dann groovts. Der Titeltrack Black Lightning, Hell On Earth oder On Top  fegen sauber durch’s Parkett. Sun Comes Down und Anymore kühlen lasziv die erhitzen Rockerseelen. Für einen Song wie Power To Burn hätten in den 80er Jahren Heerscharen von L.A. Poserbands ihren Wochenverbrauch an Haarspray hergegeben und Everybody Get Up bringt jede lahme Feier in Schwung. Falls nicht, sofort den Arzt rufen - deine Freunde sind taub oder tot. Die Aorta des Sounds ist ganz klar die Stimme der majestätischen Lisa Kekaula. Von ersten Ton ist klar, wer hier die Messe liest!

 

Leider kommt dem Quartett nicht die notwendige und verdiente Aufmerksamkeit zu. Gerade mal zwei mickrige Konzerte wurden im vergangenen November in Deutschland gespielt. Davon eines im sagenumwobenen Freiburger „The Great Räng Teng Teng“. Hätte Lemmy sein Herz bzw. seine Kontonummer nicht vor Jahren an den potenten Dämon Heavy Metal verkauft, die BellRays wären die ideale Begleitband für jedes Motörhead Konzert. Mr. Kilmister wird ja nicht müde, von starken Frauen zu träumen, die mehr Feuer im Hintern haben als Norwegische Kirchen. Bitte schön, einfach mal hier angefragt. Aber die Welt bleibt ungerecht und so mussten wir uns im letzten Dezember mit Doro rumärgern.


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