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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:59

Bart Davenport: Searching For Bart Davenport

24.01.2011

Wer suchet, der findet!

Ein kalifornischer Singer/Songwriter sucht sich selbst und wird fündig. In der Plattensammlung seiner Eltern - und in seiner eigenen. Von TOM ASAM

 

Dave singt gerne. Und er schreibt auch gerne Songs. Doch gibt er freimütig zu, dass viele der Songs aus seiner eigenen Feder denen seiner Heroes doch stark ähneln. Er hat damit kein Problem. Bei seinen zahlreichen Auftritten als Sänger der Band Honeycut und vor allem als Solokünstler verschwimmt für ihn laut eigener Aussage die Grenze zwischen eigenen und fremden Songs weitgehend. It´s the Song, not the Singer! Deshalb präsentiert er uns auf seinem dritten Album folgerichtig gleich einen Schwung seiner Alltime-Favorits als Coverversion. Die Songauswahl ist absolut tadellos und geht von Folk-Klassikern wie Bert Jansch (der Stil des Schotten beinflusste u.a. Jimmy Page) und Incredible String Band über weitere Legenden (Love, Gil Scott-Heron, Caetano Veloso, David Byrne) bis hin zu persönlichen Kollegen der Jetztzeit. Als da wären die Flaggenträger des auch schon über ein Jahrzehnt vergangenen »Quiet is the new loud«-Movements Kings of Convenience oder The Moore Brothers. Die stammen aus Oakland und haben es Bart Davenport so sehr angetan, das sie zweimal vertreten sind. Einmal mit dem Nebenprojekt Sandycoats von Grag Moore und einmal mit dem Song Blues run the game der Moore-Brothers – allerdings mit Text von Jackson C. Frank.

 

Bart verfügt über eine wirklich gute Stimme die er mit relativ unspektakulärer, aber grundsolider Akustikgitarre begleitet. Eine ruhige, sympathische, musikalische Selbstsuche, die vor allem aufgrund der überzeugenden Songauswahl zu empfehlen ist. Dieser Mann ist deutlich nicht nur Musiker, sondern auch mit ganzem Herzen Musikhörer.


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