Denn die neuen Elemente integrieren sich nicht, sie interagieren vor allem nicht mit Yuki Chikudates markanter Stimme, sie erweisen sich vielmehr als ein kontrapunktierender Ballast von Beiwerk. Peinlich wird das beim Opener Coming Up, der mit seinen knarzigen Synthesizereinsätzen gleich zu Anfang das Irritationspotenzial der Platte konstituiert und vor allem bei My Baby, wo Sängerin Chikudate im Mix durch die nervösen Drums geradezu verprügelt wird.
Immerhin: Asobi Seksu knallen nicht mit Höchstgeschwindigkeit an die Wand. Insbesondere zum Ende hin zeigt sich der eine oder andere Lichtblick, mit Pink Light schließt das Album in epischen, atmosphärischen Klängen, die nicht nur endlich wieder homogen klingen, sondern auch versöhnlich stimmen. Fluorescence endet, wie man es gewohnt ist von Asobi Seksu. Das ist vielleicht das eigentlich Traurige, die ganz eigene Crux der Band.

