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Freitag, 25. Mai 2012 | 12:00

Spokes: Everyone I Ever Met

27.01.2011

Out of Manchester

Britisches Five-Pack lässt sich bei den Aufnahmen zu seinem Debut von der Natur Nordostenglands inspirieren und erfreut uns mit frischen Indie-Songs. Von TOM ASAM

 

Everyone I Ever Met hat schon einige Kritiker-Lobeshymnen nach sich gezogen, bevor es bei uns in die Regale des Tonträgerhandels findet - zumindest dort, wo er noch halbwegs gut sortiert besteht. So unterschiedlich Schubladen wie Shogaze, Folk, Postrock und Slow-Core wurden dabei aufgerissen. Und das ist alles gar nicht mal so falsch – aber auch gar nicht so wichtig. Everyone I Ever Met ist auf alle Fälle eine bittersüße Symphonie des Indiepop voller Abwechslung. Ruhige, ambienthafte Momente und pastorale Indiepop-Sounds steigern sich zu gloriösen Höhepunkten mit engelhaften Chören. Als sähe man ein paar Rehen in der Dämmerung beim ruhigen Äsen zu. Dann kommt noch mal die Sonne raus, ein paar Rehkitze mischen die Alten auf und springen aufgeregt über den Acker.

 

Man kann sich zumindest gut vorstellen, dass die aus Manchester stammende Band die ländliche Abwechslung während des Aufnahmeprozesses deutlich beeinflusst hat. Eine weitere Band im Arcade Fire – Fahrwasser? Vielleicht im weiteren Sinne, aber ohne dem Plagiats-Vorwurf gerecht zu werden, und irgendwie subtiler als andere. Trotzdem bestens geeignet, die Sinne langsam auf Frühling zu eichen. Könnte die Spokes schon bald in Regionen befördern, die es schwer machen sich noch an alle zu erinnern, die man jemals getroffen hat.

 

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