Everyone I Ever Met hat schon einige Kritiker-Lobeshymnen nach sich gezogen, bevor es bei uns in die Regale des Tonträgerhandels findet - zumindest dort, wo er noch halbwegs gut sortiert besteht. So unterschiedlich Schubladen wie Shogaze, Folk, Postrock und Slow-Core wurden dabei aufgerissen. Und das ist alles gar nicht mal so falsch – aber auch gar nicht so wichtig. Everyone I Ever Met ist auf alle Fälle eine bittersüße Symphonie des Indiepop voller Abwechslung. Ruhige, ambienthafte Momente und pastorale Indiepop-Sounds steigern sich zu gloriösen Höhepunkten mit engelhaften Chören. Als sähe man ein paar Rehen in der Dämmerung beim ruhigen Äsen zu. Dann kommt noch mal die Sonne raus, ein paar Rehkitze mischen die Alten auf und springen aufgeregt über den Acker.