Walhalla - ein Name, bei dem man unmittelbar an die pompöse Ruhmeshalle in Donaustauf denkt. Seit sie von Ludwig I. von Bayern in Auftrag gegeben wurde, werden dort seit 1842 bedeutende deutschsprachige Persönlichkeiten mit Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt. Rund eineinhalb Jahrhunderte später wollen auch die Barden von British Sea Power auf ihrem fünften Studioalbum Valhalla Dancehall ihren Ruhm mit gitarrenzuckendem Breitwandpop und expressivem Gesang einfordern.
Trotz des fantastischen letzten Albums Do You Like Rock Music ist die Band um Sänger Yan nie über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen. Die Jungs aus Brighton versuchen, dies nun zu ändern. Nach wie vor spielen British Sea Power Gitarrenrock, der sich auf einem Mittelweg befindet. Auf einem Weg zwischen hastigen Lärmattacken à la Punkrock und eindringlichen Refrains. Was jedoch auf ihrem Vorgängerträger wunderbar funktionierte, bleibt auf Valhalla Dancehall ziemlich blass. Der Versuch um Eindringlichkeit gepaart mit Abwechslungsreichtum hinterlässt wenig Eindruck.