Thomas Kistner: Fifa-Mafia Frankie Chavez: Family Tree Andrea Maria Schenkel: Finsterau "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Freitag, 25. Mai 2012 | 12:05

Robert Miles: Thirteen

10.02.2011

Out of Switzerland

Einstiger Chart-Breaker und international renommierter Produzent mit neuem Soloalbum. Von TOM ASAM

 

Ich muss gestehen: dieser Name sagte mir nichts. Umso erstaunter war ich, als ich von zahlreichen Platin- und Goldalben aus 21 Ländern dieses Planeten las, die dieser Mann an der Wand hängen (oder im Keller stehen) hat. Die Spurensuche beginnt mit einem kleinen Länderrätsel. Miles ist keinesfalls englischsprachig, sondern kam 1969 als Roberto Concina auf die Welt. Italiener also? Um genau zu sein: Er ist als Kind von Italienern in der italienischen Schweiz geboren! Nach ersten DJ-Erfahrungen im Bereich Ambient und frühem Drum and Bass verschlug es Robert(o), dessen erste Veröffentlichungen den Namen Roberto Milani tragen, nach England. Mit verträumten Trancesound, der passend auch als Dreamhouse tituliert wurde, gelang ihm 1996 von London aus schließlich der ganz große Coup. Das Album Dreamland und mehrere Singleauskopplungen nahmen in zahlreichen Ländern vorderste Chartpositionen ein (In Deutschland kam Dreamland auf Platz 2 der Album Charts; die Single Children erklomm, wie auch in Österreich und der Schweiz, die Pole-Position!).

 

In der Folge machte sich Miles vor allem als Produzent, insbesondere für Sounds zu Filmproduktionen, einen Namen. Was erwartet den geneigten Hörer nun im Jahre 2011 auf Thirteen atmosphärische Keyboardteppiche und percussive Elemente, die am ehesten an Bereiche verweisen, die in den 70ern gerne als progressiv bezeichnet wurden. Inklusive gewisser Jazz(rock)einflüsse. Dabei wird Liebe zum Detail bewiesen und auch nicht mit namhaften Gästen gegeizt. Allein die Tatsache, dass Robert Fripp (King Crimson) hier die Gitarrenparts beigesteuert hat, dürfte für einige Aufmerksamkeit sorgen. Welche Rolle Mike Patton genau gespielt hat, weiß ich allerdings nicht. Das auf Miles´eigenem Label Salt Records erschienene Album ist eine grundsolide Vorstellung, die etwas unspektakulär angestaubt wirkt, was man nicht unbedingt als nachteilig empfinden muss – man könnte es auch zeitlos nennen.

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...