Diese Lässigkeit kommt auf The bird and the beat bestens zur Geltung. Funky Disco-House zwischen Kitsch, retrofuturistischer Tanzmusik und romantischem Pop. Munk ist Munich, Munk ist Monaco di Bavaria. Hier spielt La Musica. Gleichnamiger Song wurde als Vorab-Single von Mark Ronson bis Busy P (Ed-Banger-Chef) abgenickt, von Lagerfeld für einen Chanel Kurzfilm lizensiert, auf einflussreiche Compilations gepackt und zum Clubhit. Ist hier natürlich mit drauf, und weiter geht der Beat! Und von wegen Bird: Modica hat sich gleich zwölf Birds aus acht Ländern geschossen um seine Kompositionen am Mikro versüßen zu lassen - ja der Italiener an sich macht halt gern Jagd auf Singvögel! Die das Cover zierende Amandine Morine bringt per Billig-Mikro in Rue de Rome den Charme Marsailles zur Geltung, Clara Cometti bringt das leicht verletzliche Element in Violent Love, die italienische Schauspielerin Missy Charriot ist auf dem Song Kitchen Call verewigt – nachdem Sie Modica während Studioaufnahmen 2009 in Rom beim Pastakochen mit ihren Rap-Einlagen begeisterte! Ja, hier wird einfach alles was einem vor die Flinte kommt und Spaß macht, integriert. Das kommt in diesem melodieverliebten, beatlastigen Popalbum der unterhaltsamen Art auch bestens rüber! Und so kann ich mich auch als jemand, der elektronische Musik öfter in der frickeligen Variante unter dem Kopfhörer genießt, denn in der clubbestimmten Variante, nicht ruhig halten. Das hier zu schreiben dauerte eine Ewigkeit, weil ich dabei dem bird und dem beat lauschte und immer wieder ein runde durch die Bude groovte. So bekommt dieser lausige Februarnachmittag die Stimmung längst vergangener Wochenendauftakte und ich fiebere der Sonne entgegen. Boid is wieda Summa in da Stod. Es wird ein Gomma Summer!
