Vom Dadaismus über Joseph Beuys bis hin zu Frank Zappa: Es gibt immer wieder Richtungen und Künstler, die man zwar nicht per se verdammen möchte, die man aber allein ihrer Epigonen wegen in einen Sack stecken möchte, um ordentlich drauf zu kloppen. Wem das schon bei so angestrengten Nonsens-Combos wie Bonaparte so ging, der sollte sich Paris Suit Yourselfs Debüt My Main Shitstain gar nicht erst anhören. Die drei nach Berlin gezogenen Franzosen, die sich mit der Tarnkappe der Progressivität und Innovation kaschieren, könnten vielleicht sogar Erfolg haben. Sollten genug Leute auf diese Maske reinfallen, hinter der es ziemlich hohl klingt.
Die Band hat genau zwei musikalische Modi: Kratzig-schweinerockig ganz nach dem Vorbild von Death From Above 1979 (ganz groß, aber eben vor sieben Jahren) mit mehr Verzerrer als Ideen dahin holzend oder aber das wahllose Gedudel, das in seiner Atonalität, seinen hektischen Passagen und abrupten Breaks den Anstrich des Künstlerischen bekommen soll, ohne jedoch tatsächlich über den faden Nachgeschmack der Künstlichkeit hinauszukommen. Immerhin: Rolling On oder Sometimes könnten einen guten Monat lang auf Indie-Parties die Tanzfläche füllen.