Wenn es zischt, knallt und kracht - dann sind wir in der Chemie angekommen. Doch manchmal kann Musik mehr mit Redoxreaktionen, Schwefel und Thallium verbunden werden, als enthusiastischen Kittelträgern lieb ist.
So auch bei Hot Club De Paris. Ihre Musik steht kategorisch für Knalleffekte, Aufmerksamkeit und Bocksprünge. Mit ihrem nun dritten Studioalbum Free the pterodactyl 3 gehen sie treu ihre Linie aus wahnsinnig machenden Melodien, schmissigen Sounds und schnittigen Indie-Pop Stückchen weiter. Das Liverpooler Dreiergespann tritt immer noch in gewohnt bengelhafter Manier in Dog tired at the spring dance marathon auf, um uns in den Rock der siebziger Jahre zu entführen mit The rise and fall of the High School suicide cluster band. Ohne sich dabei selbst zu ernst zu nehmen schwelgen sie schließlich mit uns nebst Harmonika und Glockenspiel in Three albums in and still no ballad.