Nun ist Berglund sein eigener Chef (ceo steht im amerikanischen Englisch für chief executive officer) und stellt auf seinem Solodebut gleich klar: nix böser Bube, hier geht’s um white magic, wenngleich die Musik eher etwas mystischer ist als die von The tough Alliance. Das acht Songs umfassende white magic ist wohl schon letzten Sommer erschienen, aus welchen Gründen auch immer schlägt es mit einiger Verspätung jetzt in Deutschland auf – und hoffentlich auch ein! »I finally touched life and it was all so clear« heißt es in oh god, oh dear. Da scheint einer seinen Weg gefunden zu haben. Der besteht darin, Popohrwürmer mit großer Selbstverständlichkeit und einer gewissen Raffinesse rüberzubringen. Da stecken 80´s-Pop, luschige Orchestersamples, südländisches Discoverständnis und – alter Hooligan! – südkurvenmäßiger Singalong-Spirit drin. Bei allem Drang zum Hit versprüht das Album allerdings durch ausgefeiltes Songwriting und gekonntes Sampling stets ausreichend eigenen Charakter um nicht als trashige Massenware durchzugehen. Leider ist nach weniger als einer halben Stunde schon Schluss. Vorteil: zweimal hintereinander gespielt hat man eine schöne
Stunde Pop, die Lust auf den Sommer macht! Anspieltipps: love and do what you will / come with me.
