Thomas Kistner: Fifa-Mafia Frankie Chavez: Family Tree von Michael Ebmeyer David Small: Stiche. Erinnerungen Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Freitag, 25. Mai 2012 | 12:15

The New Wine: Waves / Erland & The Carnival: Nightingale

10.03.2011

Erland Erland, immer wieder Erland

Leon, Lucas und Paul: aufgepasst: Jetzt kommt Erland. Erland kümmert sich um den Karneval, neuen Wein und den Kakkmaddafakka next door. TOM ASAM kündigt es an: Erland ist nicht zu stoppen.

 

Von den Musik-Hitlisten bis zu den Namens-Hitlisten wird er alles anführen und die Weltherrschaft an sich reißen, auch ohne die Hilfe geliehener Doktorentitel oder eines vergänglichen Ölstaates… ruhig Brauner! Da ist dem Autor der Phantasiegaul durchgegangen. Das ist dieser neue Wein. Wenn man da nicht aufpasst! So ein Roter hat ja neuerdings locker drei mal mehr Prozent als die FDP je wieder haben wird.

Also, von vorne: The New Wine ist nichts zum drinken. Vielmehr der neueste Hit der Bergen- (nicht Berg-!)Szene. Und mit Hilfe von Erland (Oye) Teil der neuen Welle, die über Berlin schwappt. Schon klar, oder? Bergen, Norwegen – kalt, wenig Leute; Berlin, Berghain – nicht ganz so kalt. Und viel mehr Leute, die Lust auf neue Weine und Waves haben. The New Wine veröffentlichen ihr Album über House of Tellé, das Label, das uns mit seiner vor zehn Jahren erschienen Compilation schon klar machte: der kann was, der Norweger. Damals schon vertreten: Röyksopp, deren Melody A.M. ja zurecht mächtig Wellen schlug, und Kings of Convenience. Ob The New Wine ähnliches gelingt, bleibt abzuwarten. Sie verbinden etwa zu cheesy daherkommende Popsongs mit clubbigen Synthiesounds bzw. housigen Keyboards.

 

Dabei landen sie durchaus Treffer, auch wenn die einen nicht komplett umhauen. Aber eine Welle ist nun mal wie ein Wein, nie etwas wirklich neues. Nach Kakkmaddafakka jedenfalls die zweite erwähnenswerte Platte innerhalb einer Woche mit a little help from our friend Erland.

In London kümmert sich Erland mittlerweile sogar schon um den Karneval! Das Londoner Trio Erland & The Carnival um Sänger Erland Cooper präsentiert uns auf seinem Debut – auf dem immer wieder gern erwähnten Label mit dem schönen Namen Full Time Hobby – ihre eigene Reinterpretation von Musik aus der Plattensammlung der Eltern.

 

Gewisse Folkroots sind hier rauszuhören, dazu darf es auch mal eine Kelle The Doors (Emmelie) oder an Spector erinnernder Wall of Sound sein. Eine schöne Übertragung von Kindheitserinnerungen in die Jetztzeit, wie auch das Cover von Nightingale. Es zeigt ein Photo, das (Ex The Verve- und The good, the bad and the queen-) Gitarrist Simon Tang schon in jungen Jahren faszinierte. Wir sehen darauf die junge Janet Hodgson, wie sie durch die Macht des Poltergeistes durch ihr Kinderzimmer fliegt. Zum Fliegen bringt einen Nightingale vielleicht nicht gerade. Aber nachdem man die Platte dreimal gehört hat, haben sich diverse Melodien schon so ins Gehirn eingenistet, dass man nicht mehr entscheiden kann, ob die da nicht schon vorher drin waren.

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...