Dabei landen sie durchaus Treffer, auch wenn die einen nicht komplett umhauen. Aber eine Welle ist nun mal wie ein Wein, nie etwas wirklich neues. Nach Kakkmaddafakka jedenfalls die zweite erwähnenswerte Platte innerhalb einer Woche mit a little help from our friend Erland.
In London kümmert sich Erland mittlerweile sogar schon um den Karneval! Das Londoner Trio Erland & The Carnival um Sänger Erland Cooper präsentiert uns auf seinem Debut – auf dem immer wieder gern erwähnten Label mit dem schönen Namen Full Time Hobby – ihre eigene Reinterpretation von Musik aus der Plattensammlung der Eltern.
Gewisse Folkroots sind hier rauszuhören, dazu darf es auch mal eine Kelle The Doors (Emmelie) oder an Spector erinnernder Wall of Sound sein. Eine schöne Übertragung von Kindheitserinnerungen in die Jetztzeit, wie auch das Cover von Nightingale. Es zeigt ein Photo, das (Ex The Verve- und The good, the bad and the queen-) Gitarrist Simon Tang schon in jungen Jahren faszinierte. Wir sehen darauf die junge Janet Hodgson, wie sie durch die Macht des Poltergeistes durch ihr Kinderzimmer fliegt. Zum Fliegen bringt einen Nightingale vielleicht nicht gerade. Aber nachdem man die Platte dreimal gehört hat, haben sich diverse Melodien schon so ins Gehirn eingenistet, dass man nicht mehr entscheiden kann, ob die da nicht schon vorher drin waren.
