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Freitag, 25. Mai 2012 | 12:20

Soas: Muller

24.03.2011

Grazien aus Galicien

Interessante Kooperation zweier Stars der galicischen Musik zwischen Klassik, Volks- und Kunstlied. Von TOM ASAM

 

Zwei elegante Frauen in edlen blauen Kleidern springen dem Betrachter des glänzenden Digipacks ins Auge. Bei den Damen in Abendgarderobe handelt es sich um die Sängerin Rosa Cedron, die auch als Cellistin erfolgreich ist und die Pianistin Christina Pato. Diese ist in Galicien vor allem als virtuose Dudelsackspielerin bekannt! Gemeinsam nennen sie sich Soas und sind so etwas wie eine galicische Supergroup. Auf ihrem ersten gemeinsamen Album Muller (galicisch für »Frau«) entfaltet sich eine unter Mitwirkung des Bratislava Symphonie Orchesters perfekt arrangierte und produzierte Liedersammlung.

 

Auch ohne der (dem Portugiesischen sehr nahen) galicischen Sprache mächtig zu sein, merkt man, dass es sich hier um die gelungene künstlerische Darstellung großer Gefühle zwischen Leidenschaft und Leiden handelt. Immer wenn der instrumentale Schönklang Richtung Soundtrack-Schnittchen-Klassik zu driften droht, ertönt die ergreifende Stimme von Grammy-Gewinnerin Rosa Cedron. Natürlich bleibt das ganze im Hochglanzbereich, wie das Cover, jedoch ohne dabei in Kitsch abzudriften. Ob sie die galicische Musik mit Cello und Dudelsack im Kosmos der Weltmusik vertreten oder wie hier gemeinsam zwischen Klassik, Volks- und Kunstlied agieren – handelt es sich um zwei Musikerinnen, die zu entdecken lohnen! Anspieltipps: Die Interpretation von Lagrima (von der Fado-Königin Amalia Rodriguez) und das Traditional Heicho de mar. Wenngleich musikalisch nur bedingt vergleichbar, ähnelt es den betörenden portugiesischen Volkshelden von Madredeus.

 

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