Auch ohne der (dem Portugiesischen sehr nahen) galicischen Sprache mächtig zu sein, merkt man, dass es sich hier um die gelungene künstlerische Darstellung großer Gefühle zwischen Leidenschaft und Leiden handelt. Immer wenn der instrumentale Schönklang Richtung Soundtrack-Schnittchen-Klassik zu driften droht, ertönt die ergreifende Stimme von Grammy-Gewinnerin Rosa Cedron. Natürlich bleibt das ganze im Hochglanzbereich, wie das Cover, jedoch ohne dabei in Kitsch abzudriften. Ob sie die galicische Musik mit Cello und Dudelsack im Kosmos der Weltmusik vertreten oder wie hier gemeinsam zwischen Klassik, Volks- und Kunstlied agieren – handelt es sich um zwei Musikerinnen, die zu entdecken lohnen! Anspieltipps: Die Interpretation von Lagrima (von der Fado-Königin Amalia Rodriguez) und das Traditional Heicho de mar. Wenngleich musikalisch nur bedingt vergleichbar, ähnelt es den betörenden portugiesischen Volkshelden von Madredeus.
