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Freitag, 25. Mai 2012 | 12:20

Tommy Four Seven: Primate

24.03.2011

Zwischen Fabrik und Club

Nicht unbedingt typischer Hauptstadt-Techno mit auffälligem Sound-Design. Von TOM ASAM

 

Keine Ahnung, was der Name Tommy Four Seven zu bedeuten hat. Mit der umgangssprachlichen (vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden) Bezeichnung »Tommy« für einen Briten liegt man aber richtig. Denn mal wieder handelt es sich um einen in Berlin aktiven Musiker mit internationalen Wurzeln. Tommy Four Seven ist Engländer, aber würde er sich als Musiker bezeichnen? Wohl eher als DJ und Produzent. Die Bezeichnung Sound Designer ist im Zusammenhang mit Primate sicher auch nicht verkehrt. Handelt es sich dabei doch um eine eher ungewöhnliche Techno-Produktion. Der mächtige Sound verfügt über ganz eigene Rhythmus- Strukturen. Tommy benutzte für das Album keine üblichen Perkussions-Samples oder Beatsounds. Keine Snares, keine Hi-Hats und auch keine Handclaps weit und breit. Dafür ein düster nach vorne stampfender Beat, der aus selbst aufgenommenem Ausgangsmaterial generiert wurde. Die dabei entstandene, düstere Soundlawine verfügt über eine durchaus hypnotische Wirkung. Klingt wie der Soundtrack zu einem futuristischen Endzeitszenario. Man hat wiederholt Bilder vor Augen, in denen irgendwelche Mensch-Maschinen im Gleichschritt aus kalten Fabrikhallen unter grauem Himmel heraus marschieren. Ein interessantes Debüt, das wie geschaffen scheint für Lokalitäten mit Namen wie dem eines legendären Berliner Clubs: »Bunker«.

 

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