Das ist nicht unbedingt so störend – Tucker schafft es, einen homogenen Bogen zu spannen, seinen eigenen Sound zu kreieren. Aber sein Anspruch bringt ihn doch zu Fall: Überorchestriert und etwas sehr angestrengt klingt der experimentelle Folk des Engländers. Die eine oder andere Gitarrenspur hätte er sich lieber sparen sollen, die hintergründigen Drone-Sounds zumal. Dorwytch sackt über seine 14 Songs immer mehr ab, es bringt wenig Neues, tobt sich nicht aus und hält sich trotzdem nicht zurück, sondern pendelt vor allem um die Achse der musikalischen Profilneurose. Das ist ziemlich schade, denn Tucker könnte definitiv mehr leisten, wenn er sich eher auf seine Songs konzentrieren würde statt auf eine möglichst vielschichtige Produktion.
