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Freitag, 25. Mai 2012 | 12:21

The Sounds: Something To Die For

31.03.2011

Endlich: Der Lautstärkeregler darf entstaubt werden!

»No Guts, No Glory!« so heißt es im dritten Song des neuen Albums von The Sounds. Doch The No No Song ist nicht der einzige Grund, warum dieses Album in jede Heavy Rotation gehört, findet JULIAN SCHRAVEN.

 

Das neue Album der fünf Schweden erscheint am 8. April und hat sich damit ordentlich Zeit gelassen, um endlich mal wieder die Lautstärkenregler vieler Musikanlagen zu entstauben. It´s so easy heißt der erste Track und Prolog des Albums. So scheint auch der Leitfaden des Albums gelautet zu haben, als sich das Quintett daran gemacht hat, sein viertes Studioalbum komplett in Eigenregie zu produzieren und aufzunehmen. Nach Heranführen des Hörers an den Sound des Albums knallt einem der Song Dance with the Devil um die Ohren und es wird klar: hier hat sich jemand Gedanken gemacht.

 

»Wir haben ganz genau den Sound hinbekommen, den wir in den anderen Studios immer gesucht, aber nicht gefunden haben. Es sollte irgendwie leicht unterkühlt und doch fordernd klingen – schwer in Worte zu fassen, auf alle Fälle saßen wir da und hörten uns die Aufnahmen an, und dann merkten wir: Das ist es!« So Frontfrau und Sängerin Maja Ivarsson.

So wie die Herrschaften damals im Studio gesessen haben müssen, so werden wohl auch die Hörer hinter ihren Boxen sitzen und denken: »Das ist es!«

Mit einer gut gewählten Mischung aus Synthies, Gitarrenriffs und der herausragenden Stimme von Maja Ivarsson machen die Sounds einen Sound, der wohl auch das Potential hat eine neue Ära zu begründen und viele Fans wie auch Nachfolger zu finden. Welche Band bezieht sich heute nicht auf Depeche Mode, auf The Cure oder Metallica? The Sounds haben sich mit diesem Album selbst das Potential geschaffen, Wegweiser zu sein.

 

Mit Mixtape-Faktor

Das Album erstreckt sich über eine grandiose Vielfalt und bedient dabei fast jeden Geschmack. So bildet es beispielsweise auch den Ersatz für das typische Automixtape.

In der Mitte des Albums gelangt man zum Titelsong Something to die for. Dieser macht gleich am Anfang klar, warum er den Tonträger betitelt. Er repräsentiert das Album mit seiner Soundvielfalt, mit klugen Textpassagen und mit einer in sich geschlossenen Harmonie. Eine Harmonie, die das schwedische Fünferpack im Übrigen auch auf der Bühne repräsentieren kann. Geschlossen und vor allem echt tritt das Quintett vor das Publikum. Das Ganze wird unterstützt von einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, aber genau diese sollte bei dieser Band selbstverständlich sein. Sie können es sich leisten.

 

Beachtlich am neuen Werk der The Sounds ist auch der Faktor, dass der Hörer ein bisschen an der Nase herumgeführt wird. Wie die Sounds das machen? Mit Sounds. So passiert es doch recht häufig, dass der Beginn eines Songs eine komplett andere Erwartung an den Rest des Liedes aufwirft, als es später zu vernehmen ist. Das Gute an der Sache ist, dass die Anfangserwartung stets übertroffen wird.

 

Am Ende des Albums stehen die Songs The Best Of Me und Wish You Were Here. Ersterer erscheint wie eine Art Resümee. »Wir haben es geschafft!« könnte die Aussage darüber sein, da er den großartigen Abschluss des Albums einleitet. Interessant wäre es zu wissen, ob der Song auch als einer der letzten produziert wurde. Wish You Were Here beginnt, wie ein letzter Song auf einer grandiosen Platte anfangen muss: Mit einer akustischen Gitarre. Es entwickelt sich eine Ballade, die den Hörer abschließend noch einmal an die Hand und mit auf eine kurze Reise nimmt. Am Ende lässt sie los und man steht alleine da. Im Idealfall ist genau hier der Zeitpunkt gekommen, um Something to die for noch mal zu hören.

 

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