Mit Mixtape-Faktor
Das Album erstreckt sich über eine grandiose Vielfalt und bedient dabei fast jeden Geschmack. So bildet es beispielsweise auch den Ersatz für das typische Automixtape.
In der Mitte des Albums gelangt man zum Titelsong Something to die for. Dieser macht gleich am Anfang klar, warum er den Tonträger betitelt. Er repräsentiert das Album mit seiner Soundvielfalt, mit klugen Textpassagen und mit einer in sich geschlossenen Harmonie. Eine Harmonie, die das schwedische Fünferpack im Übrigen auch auf der Bühne repräsentieren kann. Geschlossen und vor allem echt tritt das Quintett vor das Publikum. Das Ganze wird unterstützt von einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, aber genau diese sollte bei dieser Band selbstverständlich sein. Sie können es sich leisten.
Beachtlich am neuen Werk der The Sounds ist auch der Faktor, dass der Hörer ein bisschen an der Nase herumgeführt wird. Wie die Sounds das machen? Mit Sounds. So passiert es doch recht häufig, dass der Beginn eines Songs eine komplett andere Erwartung an den Rest des Liedes aufwirft, als es später zu vernehmen ist. Das Gute an der Sache ist, dass die Anfangserwartung stets übertroffen wird.
Am Ende des Albums stehen die Songs The Best Of Me und Wish You Were Here. Ersterer erscheint wie eine Art Resümee. »Wir haben es geschafft!« könnte die Aussage darüber sein, da er den großartigen Abschluss des Albums einleitet. Interessant wäre es zu wissen, ob der Song auch als einer der letzten produziert wurde. Wish You Were Here beginnt, wie ein letzter Song auf einer grandiosen Platte anfangen muss: Mit einer akustischen Gitarre. Es entwickelt sich eine Ballade, die den Hörer abschließend noch einmal an die Hand und mit auf eine kurze Reise nimmt. Am Ende lässt sie los und man steht alleine da. Im Idealfall ist genau hier der Zeitpunkt gekommen, um Something to die for noch mal zu hören.
