Am Anfang steht die Freundschaft zweier Jungs und die Liebe zum Noise Rock. Aufgewachsen sind Andrew Wilson (Guitar/ Vocals) und Michael Prain (drums) in Dunedin, der zweitgrößten Stadt auf Neuseelands Südinsel. Dass dies aber nicht der Nabel der Musikwelt sein kann, war ihnen bald klar. Um mehr zu sein als ein »local hero« wurden landesweit die Clubs beackert - und dieser Fleiß zahlt sich aus. Das Debütalbum konnte zusammen mit dem großen Steve Albini in Chicago aufgenommen werden. Da man sich nur drei Tage leisten konnte, wurde der Sound rau, direkt und minimalistisch. So wie Post-Rock, Punk und Indie klingen soll. Konzerte u.a. mit Wire, den Pixies, Slint und den Blood Brothers bestätigen die Band in ihrem schöpferischen Tun. An dieser Ausrichtung hat sich auch auf dem dritten, hier vorliegenden Album wenig geändert.
Mit einer Souveränität, die man sich durch unzählige Liveshows erwirbt, haben die Drei ein Album komponiert, das die Vorzüge des Bandsounds plus noch ein wenig mehr vereint. Wild, voller Energie, roh, schräg, dann wieder melodisch und zart. Nie so, wie man es erwarten würde, spannend in allen Teilen. Etwas My Bloody Valentine, ohne übertriebene Feedbackorgien. Ein wenig Jesus And Mary Chain, aber nicht ganz so düster. Wer will, kann auch etwas Warrior Soul ohne die totale Wut raushören. Nicht zu unrecht ist Form direkt auf Platz 1 der neuseeländischen Indiecharts eingestiegen. Für einen entsprechenden Bekanntheitsgrad in Europa soll nun eine ausgedehnte Tour durch kleine Clubs sorgen. Wenn sie die Entschlossenheit der Scheibe auf der Bühne umsetzen, dann werden Wasted Lands, Caseman oder Lil Ships vielleicht sogar die neuen Shoegaze Hits der Saison.
