Wenn demnächst (hoffentlich) der ein oder andere Meiler abgestellt wird, drohen die Energieanbieter mit höheren Strompreisen. Sollten wir dann mehr Musik hören, die uns zur Bewegung antreibt, um Heizkosten zu sparen? Dann hätten K-Branding mit ihrem Album Alliance schlechte Karten. Ihre Musik drängt nicht zum Tanz, ist auf ihre Art etwas stressig – aber den Test haben die Belgier trotzdem bestanden! Seit 2005 haben sie sich vor allem als radikale Livetruppe einen Namen gemacht. Improvisation spielt bei K-Branding eine große Rolle. Mit Gitarre, Saxophon, Percussion, Electronics, Synhies und Stimmen sorgen sie für eine beeindruckende Soundscape zwischen Industrial und Ambient. Das Cover zeigt eine düstere Landschaft in der man sich keine Menschen vorstellen kann und das Eröffnungsstück heißt Japaner sein. Die Stimmung passt leider zur düsteren Gegenwart, man möge auf eine katharsische Wirkung hoffen – und eine strahlende Zukunft im positiven Sinne.