TATORT (SR) - Skalpell (28.05.2012) von Michael Ebmeyer David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Freitag, 25. Mai 2012 | 12:26

Cargo City: Dance/Sleep

14.04.2011

Die Könige vom Kaiserlei

Zum dritten Mal werden der Singer/Songwriter Simon Konrad und der Trance-Pionier Ralf Hildenbeutel zu musikalischen Kollaborateuren. Mit Dance/Sleep kommt dabei ein äußerst stimmungsvoller Soundtrack für eine müßige Autofahrt durch die Nacht der Großstadt herum. Von DAVID EISERT

 

Wenn auf der Hanauer Landstraße der Wechsel vom Business- zum Spaßbetrieb stattfindet und der Abend der Nacht weicht, dann lohnt es vielleicht, mal `ne kleine Runde mit dem Wagen zu drehen. Nur mal gucken, was so los ist. Vielleicht geht ja was. In der Anlage Dance/Sleep von Cargo City. Dem Projekt vom Frankfurter Jung` Simon Konrad, welches im Lauf der Zeit mehr und mehr die Züge einer »echten« Band annimmt. Gerade wurde der Film Vincent will meer mit dem deutschen Filmpreis geehrt. Ganze vier Songs konnten Cargo City dabei auf dem Soundtrack platzieren. Was sicherlich der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Produzenten Hildenbeutel zu verdanken ist, der maßgeblich an der Gestaltung des Soundtracks beteiligt war.

 

Und diese fruchtbare Zusammenarbeit findet auf dem neuen Album seine Fortsetzung. Hier vereinen sich die besten Momente der eher zurückhaltenden Welt eines Liedermachers mit der bedingungslosen Suche nach dem Hit eines Popproduzenten. Melodien und packende Gesangslinien, mit durchaus hörenswerten Texten, werden auf den Punkt genau untermalt von düsteren (Dance/Sleep), balladesken (The Tale Of The Careless Man) oder orchestralen (Not Like Us) Sounds. Der warme Klang von akustischen Instrumenten eint sich mit treibenden Elektrosounds. Konrad hat sich bei seinen Songs glücklicherweise nicht an den üblichen Kunden seines Produzenten orientiert. Inspirationsquellen sind hier nicht Laith Al-Deen, Simon Collins oder Yvonne Catterfeld, eher Placebo, Muse und Coldplay. Ein sehr solides Indiepopalbum ist Dance/Sleep allemal geworden und wenn die Sonne langsam über dem Frankfurter Kreuz aufgeht, das Nachtflugverbot aufgehoben ist und der Tank fast leer, dann hat selbst das Rhein-Main-Gebiet seine schönen Seiten.

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...