Lang ists her und auch der Erfolg der darauffolgenden Alben ließ auf sich warten. Die Band trennte sich, um sich ein paar Jahre später wieder zusammen zu raufen und neue Alben zu machen, die aber alle sang- und klanglos in der Versenkung verschwanden.
Das neue Album Strong, das am 20.05.2011 auf dem Label Vagabond Records erscheint, ist leider alles andere als stark. Für Freunde der Stagnation ist die Platte ein Paradies, denn bis auf Titel Nr.9, We rad we doin' it, der mit überraschend pop-rockigem Synthie-Gitarrenklang daher kommt und eher verstört als entzückt, bekommt man hier vor allem Altgewohntes.
Wie eh und je geht es um Politik und Soziokulturelles und wie eh und je bekommt man dies im für die Band so typischen Soundgewand geliefert: Hip-Hop, Soul, Funk und Blues mit Samples, Rap und Frauengesang. Musikalisch einwandfrei, aber herausragend ist anders! Es scheint als stünde die Band sich tatsächlich, in (hoffentlich) unbewusster Anlehnung an ihren Namen, selbst im Wege zum dauerhaften Erfolg.
Bleibt zu hoffen, dass Arrested Development ihrem Namen als grandiose Live-Band dennoch weiterhin alle Ehre machen und somit zumindest doch noch die eigentlich immer gute Energie ihrer Songs an den Mann und die Frau bringen können! Beurteilen lässt sich das am besten selbst, und zwar hier:
28.05. TÜBINGEN - Sudhaus
29.05. HEIDELBERG - Karlstorbahnhof
30.05. WIEN - Arena
31.05. BOCHUM - Bhf Langendreer
01.06. KÖLN - Gloria
02.06. FRANKFURT - Batschkapp
03.06. ULM - Ulmer Zelt
04.06. ELLERDORF - Wilwarin Festival
05.06. BERLIN - Volksbühne

