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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:16

SIMON SAYS NO!: SIMON SAYS NO! / Sir Simon: Goodnight, dear mind

05.05.2011

Simon and Simon

Wenn am gleichen Tag zwei Bands mit leicht zu verwechselnden Namen ihre neuen Alben veröffentlichen, sollte man gleich beide unter die Lupe nehmen, um Verwechslungen künftig auszuschließen. Von TOM ASAM

 

SIMON SAYS NO! Was verneint er denn? Experimente oder den Vorsatz, das Rad neu zu erfinden, zum Beispiel. Das norwegische Trio reiht sich ein in die lange Liste der Bands, die sich in den letzten Jahren von Shoegaze-Klassikern wie My Bloody Valentine oder Ride beeinflusst zeigen. Damit dürfte es heutzutage etwa so viele Bands mit vergleichbarem Sound geben, wie 1985 Hörer der Originale. In Blogger-Kreisen wurde dem Nein sagenden Simon die Beschreibung »Foo-Gaze« verpasst, was die Sache wirklich gut trifft. Gemeint ist der Schlag Direktheit und Eingängigkeit im Stile der stadiontauglichen Foo Fighters, die auf genannte Brit-Legenden-Verweise trifft. Zwischendrin darfs dann auch mal etwas heftiger nach vorne rumpeln, wie im gut einminütigen Cut off orange. Alles in allem ein durchaus gefälliges Rockalbum mit etwas zu wenig Eigenständigkeit.

 

»Na gute Nacht« denkt sich Simon da und hängt noch ein Sir an den Namen. Hinter Sir Simon versteckt sich der mir bisher unbekannte Simon Frontzek, seines Zeichens Komponist und Tonmeister aus der Hauptstadt der Republik. Der Sir hat wohl im eigenen Studio in späten Stunden nach harter Produktionstätigkeit die Zeit genutzt, seine eigenen Songs aufs Band zu bannen. Und das ist ihm vortrefflich gelungen. Goodnight heißt hier nicht fertigmachen zum Schlafen, sondern die der Nacht eigene Magie zwischen Ruhe und überdrehter Energie festhalten. Dear Mind, das ist ja fast zu schön, um wahr zu sein. Melancholische, trotzdem satt perlende, das Akustische präferierende Songs für nächtliche Autobahnfahrten. Wer einen Vergleich hören will: Sehr deutlich ist eine Begeisterung für die tollen Weakerthans herauszuhören. Das betrifft die Stimmung, die Stimme – und auch das Bemühen, den Worten Bedeutung zu verleihen. Sehr schön: Platte kaufen, ins Auto steigen und zu einem der Live-Auftritte im Mai cruisen!

 

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