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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:19

Toms Schnellgericht

12.05.2011

Magnet-Felder

Flo, Rino und Frank waren drei Viertel des Produzenten- und DJ-Teams Dublex Inc. Nun grooven die Stuttgarter als Space Ranger und fragen: What about the magnetic fields? Tja, weiß ich auch nicht. Das Debut-Album, das einer Handvoll 12“ folgt, dürfte allerdings die Wirkung eines fetten Magneten haben, für alle die eine zeitgemäße, deepe Variante von Disco/House suchen. Analoge Wärme macht die fetten Beats für Erdenbewohner noch anziehender, aber wer weiß, wo man auf so was noch abtanzt. Die Space Ranger werden´s rausfinden.

 

Barry Lynn alias Boxcutter werkelt schon länger in allen möglichen Nischen um Two Step/Dubstep herum. Auf seinem vierten Album The Dissolve trampt er mit den Space Rangern und setzt zu einem Trip an, bei dem man nie genau weiß, wo es hingeht. Fette Bässe, 808-Echos, metallische Claps, fließende Synthieflächen, zwischendrin auch ein paar Vocal-Tracks – man ist nicht vor Überraschungen gefeit. To dissolve bedeutet zerfließen, dissolve ist aber auch ein Fachbegriff aus dem Filmbereich, der eine spezielle Überblendtechnik bezeichnet. Lynn haut dem Hörer zahllose akustische Überblendungen um die Ohren, und letztlich ist es schwer zu verstehen, warum das Ganze einen eigentlich fesselt und nicht überfordert. Wie bei einem Lynch-Film, bei dem man noch so lange grübeln, analysieren oder auch kritisieren kann - letztlich überwiegt die Faszination.

 

Deutlich geradliniger geht es bei Arms and Sleepers, dem aus Max Lewis und Mirza Ramic bestehenden Duo aus Boston zu. Melancholische Downbeat-Indietronica zwischen Song und Track stehen auf dem Zettel. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum spielen die Gitarren kaum eine Rolle, die Tasteninstrumente behalten die Oberhand. Etwas schluffig und stellenweise kitschig mutet das auf The organ hearts an – und irgendwie hat man das doch alles schon mal gehört. Reprise ist eine Gotan Project Wiederaufnahme, an anderer Stelle klingts nach Air-Füllmaterial. Eine durchaus hörbare Abhäng-Platte, die einen nicht weiter groß beschäftigt.

 

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