Thomas Kistner: Fifa-Mafia Frankie Chavez: Family Tree von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert
Freitag, 25. Mai 2012 | 10:21

Love Motel: We are you

26.05.2011

Kein Soundtrack für eine romantische Nacht im Motel!

LIA DOLFUS meint: Wenn Gesang, der sich nach den 80ern anhört, auf modernen Elektrosound trifft ist das nicht nur schön.

 

Love Motel, das sind die Schweizer JP Kazemi und Stéphane Mercier, die mit  We are you im Mai ihr drittes Album beim Label Poor Records auf den Markt schleudern.

 

Musikalisch ist We are you hochwertig und könnte durchaus gute Laune verbreiten, wenn da nicht der doch recht melancholische Gesang, der in meinen Ohren nicht so recht zum Rest passen will, wäre.

Mir schoss sofort der Name Apoptygma Berzerk in den Kopf, denn die Stimme kommt der Stephan Groths doch recht nahe.

 

Beim unglaublich schlecht gesungenen und dann auch noch nachlässig gedoppelten Frauengesang von Devils Road kapitulierte ich allerdings dann schon nach dem ersten Refrain und sprang zum nächsten Lied. Frauengesang kann grausam sein. Die Dame ist zwar anschließend immer wieder bei verschiedenen Titeln zu hören, Gott sei Dank aber nie mehr so furchtbar schräg wie im erwähnten Track.

 

Never die again ist die einzige »Schnulze«, die Love Motel auf We are you am Start haben, und sie scheint ein persönlicher Nachruf zu sein. So ist das Album auch mit der Widmung »To Andrea« versehen und so erschließt sich da eventuell ein trauriger Zusammenhang. Die Artwork des Albums ist gut gemacht, verspricht aber irgendwie auch positivere Stimmung, als das Album dann letztendlich erzeugen kann. Für Fans von Apoptygma Berzerk und generell eher »waviger« Musik vielleicht eine gute Sache, für mich eher was zum Rotwein trinken bei Liebeskummer.

 

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...