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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:24

Qluster: Fragen

26.05.2011

Lässt keine offen

Manchmal soll ja ein Buchstabe den Unterschied zwischen Gut und Böse, zwischen Himmel und Hölle markieren. Siehe: Obama/Osama. Wer´s glaubt wird selig. Wird man aber auch durch gute Musik. Zum Beispiel von Kluster, äh, Cluster – nein. Qluster! Von TOM ASAM

 

Das macht doch Freude. Wenn nicht nur regelmäßig Alben eines großen deutschen Musikers wieder veröffentlicht werden, sondern auch immer noch Neues zu vermelden ist. Zum wiederholten Male Gast bei Titel: Hans-Joachim Roedelius. Sie haben es langsam mitbekommen: mit Dieter Moebius und Konrad Schnitzler lieferte er einige absolut stilprägende Alben im Bereich elektronischer Musik und Ambient ab. Aus Kluster wurde seinerzeit Cluster – nun schreibt sich das ganze Qluster. An die Stelle von Moebius tritt hier nun ein Jungspund namens Onnen Bock (Jahrgang 1973), der allerdings schon diverse, einschlägige Erfahrungen gemacht hat. Der studierte Musiker und Klanginstallateur wirkte im Avantgarde-Ensemble Zeitkratzer mit und betreute die Berliner Philharmoniker als Tontechniker.

 

Fragen ist der erste Teil einer (geplanten) Trilogie. Die Kombination aus Erfahrung und nicht vergehendem Pioniergeist sorgt dafür, dass Qluster auch im Jahre 2011 eine absolut lohnenswerte Erfahrung jenseits ausgetretener (eigener) Pfade ist. In sieben impressionistischen Stücken entwickeln Roedelius und Bock ihre musikalische Ästhetik jenseits ätherischer Psychedelic und frei von New Age Anwandlungen. Um die Plattenfirma zu zitieren: »Die Qluster-Ästhetik ist von fast asketischer Strenge, auch wenn in jedem Stück das zutiefst Menschliche, das Spielerische den Ton angibt.« Lohnenswert, läßt keine Fragen offen.

 

 

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