Personal Revolution ist dann auch wirklich genau das, was ich Ziggy Marley vom ersten Lied an wünschte, denn der Einheitsbrei wird schnell langweilig und schläfert schon fast ein. Im fünften Song also bricht er endlich mit dem Monotonen und zeigt, dass er auch anders kann. Erfrischt und gleichzeitig aufatmend über die Rettung der einfach nicht unterzukriegenden Erwartungen geht es außergewöhnlich hart weiter, mit Get out of town, das sich aufgrund der verzerrten Gitarrenmelodien schwer nach Western anhört. Leider bricht sich das Album dann schnell wieder das Genick und fällt in das vorher selbstgeschaufelte Grab des Egalseins.
Lediglich Track zwölf, der laut Tracklist nicht mal einen Namen hat, wobei gerade dieser einen verdienen würde, ließ mich zumindest abschließend denken: »Ganz knapp gerettet«. Wirklich rausreißen tut das Album auch nicht die Unterstützung, die Marley durch seine Söhne, Daniel und Abraham Marley, sowie Schauspieler Woody Harrelson und Heavy D erhielt.
Wer sich eines Besseren überzeugen will hat hoffentlich mehr Erfolg beim Hören; vielleicht fehlte mir auch einfach die Live- Atmosphäre, die beim Reggae nicht unerheblich ist.
Diese kann bei folgenden Live Events geschnuppert werden:
03.07.11 Köln: Summer Jam Festival
05.07.11 Darmstadt: Centralstation