Nein, AutoKratz ist kein Produkt, das uns hilft, auf unseren vier Rädern leichter durch den nächsten Winter zu kommen. Da müssen wir uns schon selbst helfen. Das Londoner Duo AutoKratz hingegen lässt sich auf seinem zweiten Album Self help for beginners von mehr oder weniger großen Namen unterstützen. Peter Hook (Joy Division/ New Order) und Andrew Innes (Primal Scream) sind Gäste und ebenso deutlicher Hinweis auf die Vorbilder des aufgekratzten Sounds, wie die Acts, für die man schon Remixes angefertigt hat: Fischerspooner, Le Roux und Underworld. Nun wollen AutoKratz sich auch selbst als Artisten in die Liste der zwischen Electronic, Synthie-Pop und Rock agierenden Großen eintragen. Aber Namedropping hin, Querverweise her, bleibt Self help for beginners nur das, was das Cover verspricht: marktschreierische, aufgeblasene Oberfläche, lärmiger Durchschnitt. Ob man will oder nicht: Maximal der nächste Indierave-Hype.