Die Trennung zwischen Produzent und Künstler ist in Laptoppopzeitalter oft nicht mehr gegeben. So mancher denkt sich: wozu groß selbst was ausbrüten, ist doch alles da. Und die Zeiten, da die Hochglanzpopmelodien mit fetten neuen Sounds zwingend Silikonblondinen auf die Stimmchen geschrieben wurden, sind auch vorbei. Warum nicht am Laptop was aus dem reichen Fundus der Popgeschichte zusammenschrauben und auch gleich den eigenen Namen aufs Cover schreiben?
Black hatte einen Blog-Hit mit Hypntz (der Gag mit dem Vokalauslassungen ist auch langsam rum), einem Cover von Notorious BIG´s gleichnamigen (ja, mit Vokalen) Song, garniert mit Synthies à la John Carpenter Soundtrack und Drums von Rihannas Umbrella. Big hat einer offiziellen Veröffentlichung nicht zugestimmt, Black bastelte den Song zu Symphonies um. »Gimme gimme symphonies. Gimme more than the life I see.« Ja, wollen wir nicht alle mal die große Nummer landen? Der Song ist zwischen Poprap und Radiohead (as we knew them); Gedächtnispathos reichlich kitschig – und trotzdem ein Hit. Doch dann geht dem Album auch schon etwas die Luft aus. Slicker Hochglanz-Pop mit fetter Produktion und Melodien, wie sie Boygroups in den 90ern abgeliefert haben. Das Spiel mit Zitaten und der Drang Pop as Pop can stilvoll und unpeinlich zu verbinden, ist ein ungeheuer schwieriges Manöver - bei dem die Meisten baden gehen. Dan Black ist (noch) nicht auf dem Level eines Mark Ronson oder Dave Sitek. Hier wäre eine Maxi mit Symphonies inklusive einiger gelungener Remixes wohl erst mal ausreichende gewesen. Vielleicht reichts beim nächsten Mal für ein ganzes – packendes - Album. ((un))möglich!?