Freunde der minimalistischen Musik dürfen sich freuen, denn Clinkology von Clink Recordings klingt, wie es vermuten lässt. Nach Clink. Labelchefin Camea featured auf der ersten Kompilation nicht nur sich selbst – und das ziemlich gut – sondern holt auch viele andere Größen der elektronischen Musik mit in ihr Boot. Neben Alexi Delano und Tim Xavier macht beispielsweise Mark Henning den Anfang auf der CD.
Das beginnt dann alles ziemlich düster, wird immer verspielter und aus tiefen Männerstimmen werden mit der Zeit auch angenehme Französinnen. Mit sehr flüssigen und sanften Übergängen schafft es Camea durchgehend, den Stil des Labels einzubringen – und sogar tief in den Gehörgang einzuprägen. Trotz der Soundvielfalt bleibt der Platte stets eins und alles passt zusammen. So ist sogar der neunte Track, ein Massive Attack Remix, nicht etwa »zu groß« und tanzt aus nicht aus der Reihe, sondern gliedert sich ein.
Zum Thema Tanzen lässt sich sagen, dass die Platte in jedem Fall tanzbar ist, wenn vielleicht auch erst in den späteren Stunden des Abends. Früher gehen die Kenner der Musik, aber wohl eh nicht auf die Tanzfläche. Das Fazit nach dem Hören lautet: ein eindeutiges Ja zur Platte, ein Ja zum Label und ein Ja zu Cameas Mix. In jedem Fall besorgen, wenns denn den Geschmack trifft. Ob das so ist, lässt sich an der Trackliste ablesen:
1. He Said, She Said (Camea & Alexi Delano)
2. Spandex (Tim Xavier)
3. Cracker (Mark Henning)
4. Mute (Alexi Delano)
5. Dub Me Tender (Camea - Dana Ruh remix)
6. Thebes (Oliver Dodd)
7. Viperfish (Tim Xavier)
8. Le Plaisir feat. Lu&nl (Mikael Stavöstrand & Cesare vs Disorder)
9. Massive Attack (Mikael Stavöstrand & Cesare vs Disorder - Camea remix)
10. Girl On Fire (Tim Xavier and Insideout)
11. Let The World Spin (Grinser)
12. Molar One (Alexi Delano)
13. Baby Chow (Mark Henning)
14. Dub Me Tender (Camea - Dilo Remix)
15. Punch Bowl (Mark Henning)
16. Flirt Locker (Camea)
17. Cold Fresh Air (Tim Xavier)
18. Stepping Into the Unknown (Tim Xavier)
19. Spandex (Tim Xavier)
20. You Control Myself (Tim Xavier and Camea - Velvet Edit)
21. Eli Odd Hows (Tony Rohr)
