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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:37

Tom Huber: Walk through Elko / Should: Like a fire without

14.07.2011

Surrealer Sommertraum

Ein kunstaffiner Schweizer und ein verschollen geglaubte US-Band liefern den Sound für bittersüße Sommerträume. Von TOM ASAM.

 

Zwei Album-Cover wie Brüder. Menschenverlassene  Landschaften in seltsam unwirklichem Licht. Flatternde Wäsche und Windhunde beziehungsweise eine Brotzeitstelle vor Wasser und Landerhebungen. Sommerlich, aber auch irgendwie unheimlich. Wo ist die Abzweigung nach Twin Peaks?

 

Der 1976 in Zürich geborene Tom Huber ist mit seinen Fotografien und Zeichnungen erfolgreich, Musik scheint er nur als Dreingabe zu betreiben. Unglaublich, denn auch hier beweist er großes Talent. Seine mehr oder weniger im Alleingang entstandenen Songs zwischen Pop, Folk und Country leben vor allem von stimmigen Twang-Gitarren und Toms tiefer Stimme. Karg und in Zwielicht verhaftet, stimmig und zwingend. Für  Fans von Tindersticks oder diversen Platten von Mark Lanegan könnte sich der Weg durch Elko lohnen.

 

Should aus Baltimore haben bereits zwei Alben veröffentlicht, das letzte allerdings vor sage und schreibe 13 Jahren. Ihr sensibler Dreampop liegt heuteutage wohl besser in Trend als damals, auch wenn die Hochphase für diese Art von ruhigerem Shoegaze bereits Ende der 80er Jahre war. Wenn man sich die Platten von Mazzy Star oder Pale Saints mal wieder zu Gemüte führt, wirkt das absolut zeitgemäß. Like a fire without sound von Should kann man hier wunderbar nachlegen. Süße, verträumte Melodien mit männlichem und weiblichem Gesang versetzen einen in die Stimmung, die Realität zwischen Wachsein und Traum verschwimmen zu lassen. Wie wenn man am Strand einschläft und nah wirren Träumen leicht benommen aber zufrieden aufwacht – alleine, in diesem seltsamen Licht.

 



 

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