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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:40

Giles Smith + James Priestley: 10 Years of Secretsundaze

21.07.2011

Ein Sound-Kraftwerk

Doppelt hält besser, werden sich Giles Smith und James Priestley gedacht haben, als sie sich für 10 Years of Secretsundaze zusammengetan haben. Auf ihrer Doppelscheibe präsentieren sich beide in guter Form, findet JULIAN SCHRAVEN.

 

James Priestley beginnt seinen Teil der Soundreise mit einem dicken Bums, der aber ziemlich schnell zu einer relaxten Audiotour durch minimale, ambiente-mäßige und gemütliche Parts wird. Er spielt mit ungewohnten Sounds, die sich aber perfekt in sein Musiklabyrinth einfügen. Lediglich die Voice-Samples, die immer wieder auf der ganzen CD auftreten, scheinen ein wenig zu hart.

 

Schnell werden beim Hören Erinnerungen an die Gruppe Kraftwerk wach, welche – wie man schnell feststellt – genau dort aufgehört haben Musik zu machen, wo James Priestley anfängt. Es ist eben der Tick mehr Verspieltheit, der kleine Teil weniger Elektronik und vor allem das Ablegen von Rollen. Die Platte läuft vor sich hin und lässt einen vergessen, dass manche Tracks Längen haben. Kurzweilig.

 

Bei Giles Smith 10 Years of Secretsundaze ist der Auftakt weniger ruckartig. Doch der Zugang zu dieser Platte gestaltet sich ein wenig schwieriger, ist die CD anfangs doch recht düster gehalten. Auch hier finden sich wieder die Voice-Samples, wie bei der Priestley-CD, welche hier aber wesentlich besser Platz finden. Smith präsentiert sich etwas weniger verspielt und etwas härter. Im Laufe der Platte findet aber auch er den Weg zum Ambientfeeling, welches die Platten insgesamt vermitteln.

 

Am Ende hat man zwei wunderbar, bunte Platten gehört und auch das Cover, welches am Anfang noch gewöhnungsbedürftig erscheint, ist am Ende viel zugänglicher. Mit 10 Years of Secretsundaze haben die beiden DJs eine gute Compilation von sich selbst abgeliefert. Hörenswert. Einfach. Gut.

 

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hallo julian, nach dem durchlesen deiner rezension habe ich den eindruck, dass du und ich zwei völlig unterschiedliche "10 years of secretsundaze"-mix-compilations gehört haben. "minimale und ambientmässige parts" oder ein "ambientfeeling" konnte und kann ich bis jetzt noch immer nicht ausmachen, es sei denn, man subsumiert bereits grosszügigerweise die synthie-flächen der einzelnen stücke unter "ambient". doch das würde weder diesem genre noch den beiden mix-compilations gerecht werden. die "ten years of secretsundaze"-cds, die mir vorliegen, bauen vornehmlich auf einem house-fundament auf.
| von keep-it-deep, 25.07.2011

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