Der massive Output, den ASIWYFA ungeachtet ihrer ständigen Verpflichtungen vorlegen, gefällt ihnen anscheinend selbst nicht immer. 22 Songs wurden für Gangs in Demoform aufgenommen und, vier Wochen vor Aufnahmetermin, verworfen. Aus einigen der übriggebliebenen Teile bastelte man kurzerhand vollkommen neue Songs, acht an der Zahl. Auf den ersten drei Tracks klingt das noch furchterregend monoton – Highspeedgenudel an der Gitarre, ab und zu zackige Riffs und ziemlich offensichtliche Songstrukturen sind nicht unbedingt das, was man nach der letzten EP The Letters erwartet hätte. Zwar führt die Band das dort bestens erprobte und für gut befundene Rezept des hyperaktiven Math Rock/Post-Rock/Hardcore-Hybriden fort; aber irgendwie wollen sich die Songs kaum voneinander unterscheiden. Zu überladen hetzen die nordirischen Derwische durch ihr Programm, quetschen in jeden Takt Sechzehntelläufe noch und nöcher, ständig unterlegt von dem zwar tighten, aber hektischen Drumming, das die Produktion dominiert. Dabei lassen sie leider den Masterplan außer Acht, der in der Gesamtheit der Songs offenkundig nur in Ansätzen besteht. Sicherlich lässt sich der erste Teil des Albums als eine Art Gesamtbewegung verstehen, aber so spaßig die ist, so wenig Halbwertszeit hat sie doch.