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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:42

Milk Maid: Yucca

25.07.2011

Käse von den Milchmädchen

Yucca von Milk Maid klingt wie hausgemachter Käse nach fremden Rezepten, hinterlässt bei LIA DOLFUS aber keinen schlechten Nachgeschmack. Eher gar keinen.

 

Milk Maid ist ein um Martin Cohen, Bassist der Nine Black Alps, herum gegründetes Trio. Mit Yucca versuchen sie seit dem 22.07.2011 ihr Debutalbum zu verbreiten, nachdem der Mazes-Sänger/Gitarrist Jack Cooper sie entdeckte und sie beim Label seines Vertrauens, FatCat, einschleuste.

 

Cohen übernimmt bei Milk Maid die Parts als Sänger und Gitarrist, wäre aber doch besser bei seinem Standardjob als Bassist geblieben. Selbst die überdimensional eingesetzten Effekte auf dem Gesang, die diesem eine Art Schwimmbad-Sound verleihen, lenken nicht von der nicht ganz so treffsicheren, gelangweilt klingenden Stimme Cohens ab, und geben dem Gesamtsound etwas so Unwirkliches, dass den Hörer das Werk so ziemlich überhaupt nicht berühren kann.

 

Dieser »Laib« Musik hat auch irgendwie was von Kurt Cobain, wo wir beim ersten »fremden Rezept« der Käseproduktion wären. Weitere Zutaten wurden bei den Beatles und, erschreckend offenherzig bei Not Me eingesetzt, den Ramones abgeguckt.

 

Überhaupt bieten Milk Maid so gar nichts Neues oder Interessantes, und das leider auch noch in einer nicht vorbildlichen Manier. Das Album wurde in Martin Cohens Wohnung aufgenommen und klingt nach »Zwischen dem Studieren der Morgenzeitung auf der Toilette und dem Frühstück muss ich dann wohl mal schnell was einspielen«.

 

Schade, dass ein Album vermittelt, dass die Musiker vielleicht gerade nichts Besseres zu tun, aber auch nicht so richtig viel Lust aufs Musizieren gehabt haben. Alles in Allem ist dieser »Käse« also nicht nur fade, weil nach alten Rezepten ersonnen, sondern auch noch nicht ganz fertig gereift – und arg löchrig.

 

 

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