Die 2008 von Nico, Gelo und Giallo gegründete Formation bietet leider beim ersten Hören nicht wirklich das, was das Cover verspricht: Erfrischendes, Modernes, Expressionistisches. Obwohl – wenn ich es mir genau überlege, ist expressionistisch das einzige Wort, das Buzz Aldrin perfekt beschreibt. Während dem Hören entstehen vor meinem inneren Auge Bilder einer Gruppe schwarz angezogener Männer und Frauen, die mystisch-schwingend ihre Namen tanzen, wobei sich der eine oder andere schon mal, den »i- Punkt« darstellend, wild mit den Armen zappelnd, das Gesicht eine schmerzverzerrte Fratze, aufbäumt. Ja, so klingt Buzz Aldrin: nach Einsamkeit, Nicht-Verstanden-Werden und unterdrückter Wut – ausgedrückt in Klängen.
Leider ist die Umsetzung den Dreien nicht gut gelungen. Die Struktur des ersten Songs wiederholt sich im nächsten, und so weiter – bis zum letzten. Auf dem kratzigen, wenig ansprechenden Gesang ist ein dicker Verzerr-Effekt, und das leider auch in jedem Lied. Und die Geräusche, die versuchen eine Atmosphäre zu schaffen, sind auf Dauer auch eher anstrengend.
Buzz Aldrin ist eher was für Hartgesottene, die sich nicht so schnell runterziehen lassen, und auch nach dem Hören solcher Musik den Widrigkeiten des Lebens ins Gesicht lachen können.