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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:42

Buzz Aldrin: Buzz Aldrin

28.07.2011

Mondsüchtig? Hier ist die Platte dazu!

Nicht nur Wölfe heulen den Mond an. Buzz Aldrin, findet LIA DOLFUS, macht den Wölfen Konkurrenz.

 

Beim Namen Buzz Aldrin wusste ich sofort dass mir dieser etwas sagt, ich wusste nur nicht was.

Ganz klar: Geliehen ist der Name vom mittlerweile 81-jährigen Buzz Aldrin (eigentlich Edward Eugene Aldrin, Jr.), der den Mond als zweiter Mann überhaupt betrat. Wäre das schon mal geklärt.

 

Ich kann nur raten, wieso die Band Buzz Aldrin aus Bologna, Italien, sich gerade dieses Namens bediente, da sie laut ihrer Aussage die Genres Post- Punk, New Wave und Garage bedienen wollen. Nachdem das gleichnamige Album, das am 08.07.2011 bei Ghost Records erschien, ganz durchgelaufen ist, fallen mir nämlich andere Namen ein, die vielleicht treffender gewesen wären: Edward Scissorhands, Oscar the Grouch oder Abraham Lincoln. Und während ich so die Liste berühmter Menschen mit Depressionen durchforste – denn die Herren verstehen es den Hörer emotional in tiefste Herbststimmung zu versetzen – wer reiht sich denn da ein? Genau. Er wieder: Buzz Aldrin. Ob ich da auf die Erklärung gestoßen bin?

 

Die 2008 von Nico, Gelo und Giallo gegründete Formation bietet leider beim ersten Hören nicht wirklich das, was das Cover verspricht: Erfrischendes, Modernes, Expressionistisches. Obwohl – wenn ich es mir genau überlege, ist expressionistisch das einzige Wort, das Buzz Aldrin perfekt beschreibt. Während dem Hören entstehen vor meinem inneren Auge Bilder einer Gruppe schwarz angezogener Männer und Frauen, die mystisch-schwingend ihre Namen tanzen, wobei sich der eine oder andere schon mal, den »i- Punkt« darstellend, wild mit den Armen zappelnd, das Gesicht eine schmerzverzerrte Fratze, aufbäumt. Ja, so klingt Buzz Aldrin: nach Einsamkeit, Nicht-Verstanden-Werden und unterdrückter Wut – ausgedrückt in Klängen.

 

Leider ist die Umsetzung den Dreien nicht gut gelungen. Die Struktur des ersten Songs wiederholt sich im nächsten, und so weiter – bis zum letzten. Auf dem kratzigen, wenig ansprechenden Gesang ist ein dicker Verzerr-Effekt, und das leider auch in jedem Lied. Und die Geräusche, die versuchen eine Atmosphäre zu schaffen, sind auf Dauer auch eher anstrengend.

 

Buzz Aldrin ist eher was für Hartgesottene, die sich nicht so schnell runterziehen lassen, und auch nach dem Hören solcher Musik den Widrigkeiten des Lebens ins Gesicht lachen können.

 

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