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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:42

Kid Loco: Confessions of a Belladonna Eater

28.07.2011

Was du auch machst - mach es nicht selbst

Mit Confessions Of A Belladonna Eater startet der Franzose Jean-Yves Prieur so eine Art Comeback. Nie war er wirklich von der Bildfläche verschwunden – es sind aber auch schon 13 Jahre vergangen, seit dem das Erfolgsalbum A Grand Love Story die Grenzen zwischen Produzent und Musiker verschwimmen hat lassen. Geblieben sind die Vorlieben für gute Ideen anderer Künstler und das Interesse an Sinnlichkeit und Erotik. Von DAVID EISERT

 

Als Musikproduzent und DJ kommt man nicht drum herum, sich mit dem Schaffen anderer Musiker zu beschäftigen. An deren Einfällen zu feilen, diese in kleine Stück zu sezieren sie umzubauen und neu zu gestalten. Manchmal wird es dann noch besser, in der Regel aber auch nicht viel schlechter. Das Grundgerüst des Sounds bilden, Pop, Easy Listening, Swing, Cafehause, Chanson, Psychedelic, Elektrobeat, immer sehr französisch, immer sehr cool. O la la! Nun kommen ein paar Fetzen Rockmusik dazu. Fast unbemerkt, so dass man zunächst nicht drauf kommen mag, zitiert Kid Loco bei den Großen der Szene. Velvet Underground, Cohen, Nirvana oder Iggy Pop. The Passenger wird gleich ganz neu interpretiert. Als nette Loungeversion fügt sich der Track nahtlos ins Klangdesign ein.

 

Waren in der Vergangenheit augenzwinkerndes Kokettieren mit der Ästhetik der Pornografie Stilmittel und Duktus der Arbeitsweise des 47 jährigen Parisers, so scheint er nun eine Vorliebe für die Rauschexperimente der Intellektuellen des 19. Jahrhunderts entwickelt zu haben. Für den Albumtitel und das Artwork hat man sich augenscheinlich dort seine Inspirationen geholt. Insgesamt läuft die Scheibe gut rein, größere Aussetzer gibt es nicht zu bemängeln und unkommentiertes Zitieren hat in der Musikbranche noch niemanden den Posten gekostet.

 

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06.06. Aachen, Musikbunker
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20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

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