Sankt Otten beglücken ihre Hörer bereits seit dem Ausklang des letzten Jahrtausens mit ihren Veröffentlichungen. Seit 2009 sind sie beim äußerst umtriebigen Label Denovali Records zu Hause, wo sie zuletzt mit einer Split-Veröffentlichung mit Majeure auffielen. Mit Hilfe von Gottes Synthesizer setzen sie nun unbeirrt ihren Weg in die Sphären des Synth-Himmels fort. Dass dabei der Weg, und nicht die bedingungslose Vermehrung verkaufter Tonträger, das Ziel ist, merkt man sofort. Konzentriert und verliebt in Sounddetails folgt man hier den Meistern, die schon an Gottes Synthesizer sitzen durften, wie etwas Klaus Schulze. Epische Ausflüge in die 70er Jahre werden mit kraftvollen elecric drums kombiniert, die sphärischen Synthieklänge unterfüttert mit Frippschen Gitarrensounds – in den besten Momenten fühle ich mich an den heiligen Gral der Mitsiebziger-Alben von Brian Eno erinnert.