Die Internetrecherche ergibt wenig bis gar keine Treffer über das 2:1 gemischte Trio, das mit White Night Stand das immerhin dritte Album vorlegt. Bei dem Namen eigentlich nicht weiter verwunderlich. War die „Underground Railroad“ doch ein geheimes Netzwerk, das die Flucht von Sklaven aus den Südstaaten der USA in Richtung Norden organisierte. Ein nicht sehr aktueller MySpace-Auftritt gibt auch wenig her. Ihr Label One Little Indian kennt derzeit nur Björk, Björk, Björk. So bleibt nichts anders übrig, als sich die Band und die Platte selber zu erarbeiten. Wie in der guten alten Zeit, mit den Ohren und ohne breit angelegte visuelle Überlagerungen. Raphael Mura (vocals/drums), Marion Andrau (vocals/guitar) und JB Ganivet (bass) mögen es dunkel und intensiv. Alles was zu dritt an Kraft, Energie. Lautstärke und Druck geht, muss her. Schräg vor gefällig, Ästhetisch muss nicht schön sein. New Yorks Häuserschluchten und die düstern Gestalten als Blaupause für den Sound der emigrierten Franzosen. Nicht für den Mainstream – aber deshalb nicht weniger wertvoll.