Sicherlich: Für schöne Abende am Kamin, für nette Runden im Restaurant und vielleicht auch der Gesittete und Kultivierte verbringt gerne einen Abend bei dieser Musik oder vielleicht sogar bei einem Live-Konzert der vier Berliner. Aber sind wir doch mal ehrlich: Das kennen wir alles schon. Tok Tok Tok scheint das aber weniger zu interessieren – denn die Platte klingt nicht nur »typisch Soul«, das Konzert ist sogar noch aus dem Jahr 2002. Da stellt sich doch die einfache Frage: Warum? Laut eigener Aussage befinden sich auf der Platte »Juwelen aus der Tok Tok Tok-Schatztruhe«. Klingen tuts eher nach »Resten aus der Soul-Mottenkiste«.
Am musikalischen Handwerk an sich gibt es keinesfalls etwas zu meckern. Die Musiker beherrschen alle ihre Instrumente und harmonieren miteinander, sodass die Stimme von Tokumbo Ankinros es recht leicht hat, auf den Spuren der Töne zu balancieren. Es ist nicht das »Wie«, sondern das »Was«, das störend erscheint. Irgendwie unkreativ und abgenudelt erscheint das Klangspiel.
So erkennt der gemeine Hörer erst beim Song Nummer 5, I wish, dass es auf der CD noch mehr gibt, als immer gleiche Rhythmen, Saxophonsoli und das ständig wiederkehrende »Ausbrechen« und »Zusammenfinden« der drei Musiker, hinter der Frontfrau. Am Ende geht die Platte dann zu Ende, wie sie angefangen hat. Nicht aufregend und mit der Zeit sogar nervig.