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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:46

Marc Carroll: In Silence

16.08.2011

Irish Blood, English Heart, American Style

Auf den britischen Inseln und in Nordamerika ist Marc Carroll – ein Ire, der schon ewig in London lebt – seit Jahren mal mehr, mal weniger gut unterwegs. Seine Präsenz in Europa dagegen ist spärlich. Mit dem kleinen aber feinen One Little Indian Label hat Carroll eine neue Heimat gefunden und will noch mal durchstarten. Von DAVID EISERT.

 

Seine Inspiration kann der Singer / Songwriter aus vielen schlechten Erfahrungen mit der Musikindustrie und ebenso vielen misslungenen Neustarts ziehen. Frust ist bekanntlich kein guter Begleiter und so schreibt sich Carroll selbigen auf In Silence quasi von der Seele. Das Album versteht sich als eine Retrospektive auf seine bisherige Karriere. Mit neuem Label und neu aufgelegtem Backkatalog im Rücken geht Carroll zum wiederholten Mal an den Start um neue Hörer zu gewinnen. Und das sei im auch zu gönnen. Als Songwriter und Performer braucht er sich beileibe hinter niemanden zu verstecken. Seine musikalischen Idole kommen alle unüberhörbar aus den USA. Bob Dylan, Brian Wilson, Tom Petty, The Byrds, keine so schlechte Gesellschaft, um eine Gitarre in die Hand zu nehmen. Aber auch eine gewisse Herausforderung. Grobe Schnitzer darf man sich hier nicht erlauben. Und das tut Marc Carroll auch nicht. Gut durchdachte und auf den Punkt komponierte Songs mit Folk, Blues uns Country-Elementen wechseln sich ab mit stimmungsvollen Balladen. Dies alles wird auf dem Album harmonisch aufeinander abgestimmt und arrangiert. Die warme und dunkle Stimme des Sängers braucht nur wenige Instrumente, um sich voll zu entfalten. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass sich auch genug Menschen vom reifen Sound begeistern lassen und Marc Carroll die Aufmerksamkeit schenken, die so viel Standhaftigkeit und Liebe zur Musik letzlich auch verdient hat.

 

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06.06. Aachen, Musikbunker
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20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

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