So wie das Album zwischen Deutschland und USA, zwischen Duo und Band, zwischen minimalistisch und dicht steht, so deckt es auch emotional eine gewisse Bandbreite ab. Das wird anschaulich im Kontrast zwischen dem äußerst gelungenen Albumcover und der Wahl des Titels. Ein geheimnisvolles Haus umgeben von einem düsteren Wald auf der einen, der Ausruf Oh, the Good Life auf der anderen Seite. Letzteres ist nicht zynisch gemeint. Aber das Bewusstsein, dass das an sich wunderbare Leben auch stets von Schatten umstellt ist, dringt durch. Wie es sich gehört für eine Popproduktion, die sich ihre Inspirationsquellen im großen Fundus der Americana erschließt. Ein unbedingter Tipp für alle, die sich für Nachwuchs aus dem eigenen Land interessieren; obwohl – oder gerade weil – man hier schwer auf eine Nationalität tippen könnte. Schildkröten gibt’s halt überall, wie auch Enten. Aber Schildkröten, mit denen man sprechen kann, sind so selten wie Teufels-Enten.
