Davon dass Hard-Fi mal antraten, so etwas wie die neuen Clash zu werden, ist nicht viel zu spüren. Sie füllen eher die für viele so traumatische Post-Oasis-Lücke aus. Auch wenn deutlicher mit Blick auf die Tanzfläche ausgerichtet, haben wir es auch hier mit eher einfachem Liedgut in partytauglicher Verpackung zu tun. Ab vier Pints pro Nase gerät hier jeder Pub zum Tollhaus. Neu oder revolutionär ist hier nichts; die fett produzierte Dancerock-Brause nährt sich überwiegend aus 80‘s/90‘s Quellen der nicht so tief liegenden Art. Mal poppigere Primal Scream (Give it up) oder New Order (Fire in the house), aber man hört hier auch Bon-Jovi-Hooklines oder Billy Idol-Anwandlungen raus. Eine Platte, die wie geschaffen ist, um von Kritikern gehasst zu werden. Ein Platte, bei der man sich beim ersten Hören denkt: Das kann doch kein Mensch durchhören. Ein Platte, die man trotz leichter Fremdschämanflüge und flauem Magen dann doch (zweimal hintereinander) durchhört, um festzustellen »I´m outa control…I just can´t stop!« Killer Sounds gewinnt keine Innovationspreise, wird aber so manche langweilige Party im Alleingang retten.