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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:50

VA: Early Rappers Hipper than hop - the ancestors of rap - Part One

25.08.2011

Hipper than hop - the ancestors of rap - Part One

Gemeinhin wird der Beginn des Rap mit Namen wie Sugarhill Gang oder Grandmaster Melle Mel in Verbindung gebracht und Ende der 70er Jahre verortet. Die Urahnen des Rap sind aber bereits lange vor Hip Hop tätig gewesen: Vom Talking Blues zur Spoken Poetry, vom Jive zum Soulpreaching – die Wurzeln des afroamerikansichen Sprechgesangs sind tief. Von TOM ASAM.

 

Gil Scott-Heron, der im Mai dieses Jahres verstarb, gehört wohl zu den naheliegenderen Referenzen zum Thema »ancestors of rap« – und ist wohl gerade deshalb auf dieser spannenden Compilation gar nicht zu finden. Er jedenfalls erkannte bereits in den 70er Jahren, dass Rap nicht wirklich neu war. Er kannte den Hep Talk eines Cab Calloway, war hip mit den rhythmisch gehaltenen Warnungen vor den Versuchungen des Satans der Straßenprediger und sah die Politpredigten der Last Poets als Vorlage für things to come.

 

Cab Calloways perfektionierte seinen Jive Scat oder Jazz Scat bereits in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, Afrika Bambataa nennt ihn den »Großvater des Rap«. Hipper than Hop präsentiert 21 unterhaltsame bis obskure Songbeispiele dafür, wie verästelt der Weg der Vereinigung vom Umgang mit dem gesprochenen Wort und des Beats seither verlaufen ist. Jedermann geläufige Namen wie Chuck Berry und Bo Diddley bilden dabei die Ausnahme. Künstler wie wie Macy Skipper, ein obskurer Rockabilly-Sänger, welcher seine Songs gerne mit Nonense-Talk würzte oder Andre Williams, der – sich seiner mäßigen Talente als Sänger durchaus bewusst – gerne in eine sehr individuelle Art sonoren Sprechgesangs verfiel, dürften nur Eingeweihten ein Begriff sein. Obwohl letzterer sogar auf seine alten Tage zumindest unter Musikerkollegen regen Zuspruch erfuhr, was zu Kollaborationen mit den White Stripes oder der Jon Spencer Blues Explotion führte.

Für die Idee, das Konzept und die Musikauswahl dieser empfehlenswerten Compilation zeichnet Jonathan Fischer verantwortlich, der schon zahlreiche thematische Zusammenstellungen für das Trikont-Label machte. Hier ist Qualität stets garantiert, gelungenes Coverartwork Standard und ein informatives Booklet eine Selbstverständlichkeit. Und da der Titel des Ganzen den Zusatz Part One erhalten hat, dürfen wir uns auf weitere Ausgrabungen freuen.

 

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