Cab Calloways perfektionierte seinen Jive Scat oder Jazz Scat bereits in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, Afrika Bambataa nennt ihn den »Großvater des Rap«. Hipper than Hop präsentiert 21 unterhaltsame bis obskure Songbeispiele dafür, wie verästelt der Weg der Vereinigung vom Umgang mit dem gesprochenen Wort und des Beats seither verlaufen ist. Jedermann geläufige Namen wie Chuck Berry und Bo Diddley bilden dabei die Ausnahme. Künstler wie wie Macy Skipper, ein obskurer Rockabilly-Sänger, welcher seine Songs gerne mit Nonense-Talk würzte oder Andre Williams, der – sich seiner mäßigen Talente als Sänger durchaus bewusst – gerne in eine sehr individuelle Art sonoren Sprechgesangs verfiel, dürften nur Eingeweihten ein Begriff sein. Obwohl letzterer sogar auf seine alten Tage zumindest unter Musikerkollegen regen Zuspruch erfuhr, was zu Kollaborationen mit den White Stripes oder der Jon Spencer Blues Explotion führte.
Für die Idee, das Konzept und die Musikauswahl dieser empfehlenswerten Compilation zeichnet Jonathan Fischer verantwortlich, der schon zahlreiche thematische Zusammenstellungen für das Trikont-Label machte. Hier ist Qualität stets garantiert, gelungenes Coverartwork Standard und ein informatives Booklet eine Selbstverständlichkeit. Und da der Titel des Ganzen den Zusatz Part One erhalten hat, dürfen wir uns auf weitere Ausgrabungen freuen.