Thomas Kistner: Fifa-Mafia Frankie Chavez: Family Tree TATORT (SR) - Skalpell (28.05.2012) David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Der FUTTERblog - streng verdaulich!
Freitag, 25. Mai 2012 | 10:55

Slow Club: Paradise

08.09.2011

Slow Food, Slow Beer, Slow Club

Es gibt Tage, die klingelt der Postmann und bringt anstelle der üblichen Werbung und Mahnungen ein kleines Päckchen. Was mag da wohl drinnen sein? Ein guter Freund dünnt seine Sammlung aus und dir vermacht er… eine Doppel-CD von Doro Pesch. Na Prima. Aber es gibt auch heitere Tage und dann gibt’s z.B. Slow Club. So oder ähnlich DAVID EISERT widerfahren.

 

Die musikalischen Welten des biederen Hardrocks deutscher Prägung liegen meilenweit entfernt vom Paradies, welches das britische Duo hier beschreibt. Ist für die einen die Heavy Metal Hölle das Paradies auf Erden, genießen die anderen ihren Wonnegarten ruhig und gemütlich. Ist ja auch gesünder und besser für den Teint. Das gemischte Doppel aus Sheffield schöpft seine Ideen aus dem glasklaren Teich des Folkrock der Hippiezeit. Ähnlich wie bei den Fleet Foxes wird viel Wert auf Gesangsharmonien (sehr gelungen u. a. bei Never Look Back und Where I’m Walking) und eine organische Instrumentierung gelegt.

 

Da wird keine Fläche mit dem Desinfektionsspray antiseptisch gereinigt, eine Pauke darf zum Beispiel klingen, wie eine Pauke klingt. Und wenn es scheppert und verzerrt, dann ist das auch gut so. Die 11 Songs erinnern an schier endlose Ferientage auf dem Bauernhof. Gutes Wetter von früh bis spät, unbeschwerte Nachmittage im Heu, Erdbeeren essen bis zum Bauchweh und ohne Hände waschen ins Bett. Aber das Leben ist eben nicht nur eitel Sonnenschein. Textlich beschäftigen sich Rebecca und Charles mit den dunklen und schmutzigen Seiten der menschlichen Existenz. »So, death and shagging pretty much sum this album up… cocks, fannies and death. That’s our thing.« Wenn das keine Ansage ist!

 



Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...