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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:55

Miracle Fortress: Was I the wave?

08.09.2011

Unterwasser-Traumschlösser

Miracle Fortress wird beschrieben als eine kanadische Indieband, die mit ihrem ersten Full-Length-Album Five Roses im Jahr 2007 viele 5 Sterne Reviews einfuhr. Doch eigentlich sprechen wir hier von einem Einzeltäter: Graham van Pelt. Von TOM ASAM.

 

Sein neuester Anschlag Was I the wave? ist ähnlich subtil wie der Vorgänger. Politische Motivation spielt hier keine Rolle und verletzt wird auch niemand. Trotzdem könnte diese kleine Pop-Bombe eine durchaus spürbare Streuwirkung haben. Van Pelt, wenn nicht gerade an seinem Solo-Traumschloss bastelnd auch Mitglied der Band Think about life, spinnt seinen wohl informierten Pop aus diversen Fäden, ohne das Ganze zu überladen oder in zu offensichtliche Schlaumeier-Zitate zu verfallen. So kann man sich selbst als Teil der Welle fühlen. Oder als Taucher knapp darunter.

 

Der Sound dringt durch die Oberfläche wie Lichtstrahlen. Mehrfach übereinander geschichtete Vocal-Spuren verdichten sich zu catchy Hooklines. Der endlose Sommer der Beach Boys spielt auch hier eine Rolle, plus: 70´s-Softrock meets 80´s Synthesizer, Drumcomputer... Auch weil vier der zehn Nummern kleine, verschlumpfte Instrumentals sind, wirkt Was I the wave? beim ersten Hören vielleicht etwas fade. Doch haben wir es hier mit einem typischen – etwas schüchternen, aber umso sympathischeren – Grower zu tun. Ein paar Durchläufe später scheinen uns Nummern wie Raw spectacle, everything works oder Miscalculations seltsam vertraut und bereits ans Herz gewachsen. Ein kleines Wunder!

 



 

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