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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:58

Kamikaze Queens: Automatic Life

22.09.2011

Berlin! Punk! Cabaret!

Jedes dieser drei Worte für sich alleine lassen Ottonormalbürger vor Schreck zusammenzucken. Berlin ist pleite, Punks auch und von Cabaret kriegt Vaddi immer Schluckauf. Die Kamikaze Queens aus eben jenem Berlin nennen ihren Stil dann wohl mit Absicht so. Von DAVID EISERT

 

Ehrlich gesagt halte ich von „verkleideten“ Musikern mit lustigen Hüten, Frisuren und bunten Klamotten auch eher wenig. Meist bleiben der Spaß und die Musik auf der Strecke. Den Begriff Musiktheater gab’s mal vor grauer Vorzeit. Er schien fast ausgestorben. Mit etwas Trash-Faktor wurde er aber wieder zum Leben erweckt. Bonaparte zum Beispiel feiern mit ihrer schrillen Show einen Erfolg nach dem anderen. In diese Kerbe schlagen auch die fünf Musiker, die sich unter dem Namen Kamikaze Queens in Berlin zusammengefunden haben. Allesamt alte Hasen im Geschäft und mit internationalen Erfolgen in Berührung gekommen, schlagen sie mit diesem Kollektiv einen kreativen Bogen über Trash, Blues, Cabaret, 20er Jahre Tanzmusik und Rockabilly.

 

Mad Sin, Bonaparte, Atari Teenage Riot, Cry Babies, Runaway Brides sind Bands, bei denen die Queens schon tätig waren oder sind. Fest verwurzelt in der Berliner Underground Szene wollen die Fünf nun ihrem Hang zu opulenten und theatralischen Performances gemeinsam ausleben. Zuhause vor der Anlage hat man von schrillen Kostümen und viel Make Up erstmal relativ wenig. Da bleiben nur die soliden, handwerklich gut gemachten Songs, die von allen oben erwähnten Stilen ein wenig in sich tragen, ohne eine Richtung zu bevorzugen. Angenehm fällt der Gesang von Mad Kate auf. Produktionen von deutschen Bands aus diesem Genre scheitern oft an dieser Hürde. Insgesamt wohl was die Bühne und nicht so sehr für die Anlage.

 

 

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